Qualcomm-Drama Gründer und Ex-CEO muss Qualcomm-Board verlassen

Qualcomm Headquarter im kalifornischen San Diego.
Qualcomm Headquarter im kalifornischen San Diego.

Paul Jacobs, der Ex-CEO des Chipkonzerns muss den Verwaltungsrat verlassen, weil er ein Übernahmeangebot für die Firma auf die Beine stellen will.

Er hatte Qualcomm mit gegründet und von 2005 bis 2014 geführt und seine Kollegen im Aufsichtsgremium vor einigen Tagen über die Pläne informiert. Er habe trotzdem im Verwaltungsrat bleiben wollen, aber eine Abstimmung unter den Mitgliedern verloren, berichtete das Wall Street Journal am Wochenende. Qualcomm teilte lediglich mit, dass Jacobs sich bei der anstehenden Hauptversammlung nicht zur Wiederwahl stellen werde.

Jacobs, dem nur ein Anteil von rund 0,1 Prozent an Qualcomm gehört, müsste nun finanzstarke Partner zusammentrommeln, um den Qualcomm-Aktionären ein attraktives Angebot zu machen. Medienberichten zufolge sprach er unter anderem mit dem japanischen Technologiekonzern Softbank, der einen Dutzende Milliarden Dollar schweren Fonds für Investitionen in innovative Technologien zur Verfügung hat.

Währenddessen verläuft die NXP-Übernahme nur schleppend. Bisher wollen erst 16,5 Prozent der NXP-Aktionäre zum schon auf 127 Dollar erhöhten Preis die Aktie verkaufen.