Energy Micro Giant-Geckos mit großen Speichern

Auf den neuen Giant Geckos von Energy Micro sind Flash-Speicher mit Kapazitäten von 64, 128, 256, 512 und 1024 KByte sowie RAM-Blöcke mit 32 und 128 KByte integriert

Mit den Giant-Geckos der EFM32GG-Serie bringt Energy Micro eine Familie von 48 neuen Controllern auf den Markt, die nicht mehr Leistung aufnehmen als die bisherigen Gecko-Controller (180 µA/MHz), dafür aber eine größere Speicherauswahl bieten.

Es stehen Typen mit Flash-Speichern von 64, 128, 256, 512 und 1024 KByte sowie mit 32 und 128 KByte RAM zur Verfügung. Weil die neuen Typen anschluss- und software-kompatibel zu den Mitgliedern der bestehenden Gecko-Familie sind, können die Entwickler ihre Designs mit diesen Controllern beginnen und später zu den Giant-Gecko-Controllern übergehen.

Das Herz der Giant-Geckos bildet – wie in den bisherigen Gecko- und Tiny-Gecko-Familien – der energieeffiziente ARM-Cortex-M3-Prozessor. Außer dem Core haben die Ingenieure von Energy Micro sämtliche weiteren 33 digitalen und analogen Funktionsblöcke der Controller im eigenen Hause entwickelt und dabei besonderen Wert auf möglichst geringe Energieaufnahme geachtet. Deshalb nehmen auch die neuen Typen nur ein Viertel der Energie auf, die derzeit erhältliche 8-, 16- und 32-Bit-MCUs benötigen. Mit einer Wake-up-Zeit von nur 2 µs und einer Stromaufnahme von 180 µA/MHz bei der Code-Ausführung aus dem Flash, 900 nA im Deep-Sleep- und 20 nA im Shut-Off-Modus verlängern diese MCUs die Batterielebensdauer um 300 Prozent. Damit können laut Andreas Koller, VP Sales & Marketing von Energy Micro, beispielsweise Gasdetektoren und Rauchmelder aufgebaut werden, deren Batterien über einen Zeitraum von 30 Jahren nicht gewechselt werden müssen. 

Die optional integrierte USB-Anbindung des Giant Gecko ist USB-2.0-konform zu Full Speed (12 MBit/s). Außerdem verfügen die Giant Geckos über Dual-I2C- und bis zu fünf serielle USART/UART-Schnittstellen.

Zu den Peripheriefunktionen zählen ein 8-Kanal-/12-Bit-ADC mit einer Stromaufnahme von 200 µA bei voller Auflösung und einer Wandlungsrate von 1 MSamples/s, ein 4 x 40 Segment LCD-Controller mit einer Stromaufnahme 900 nA und ein UART, der sich mit 100 nA bei 9600 Baud begnügt. Für die Funk-Verschlüsselung-/Entschlüsselung steht außerdem ein 128/256-Bit-AES-Beschleunigerblock zur Verfügung.

Auch für die neuen Giant Geckos können die Entwickler den energyAware Profiler nutzen, der es erlaubt, die Auswirkungen von Code-Änderungen sofort auf dem Bildschirm zu verfolgen. »Das macht es den Anwendern sehr einfach, die Energieesparpotenziale, die die Geckos bieten, in die Realität umzusetzen, denn die energiesparensten Controller nützen nichts, wenn schlecht angepasste Programme ihre Vorteile zunichte machen«, sagt Andreas Koller. Den Anwendern gefällt offenbar die Möglichkeit, energiesparende Designs durchzuführen. »Mit gerade einmal zweieinhalb Jahren ist Energy Micro eine sehr junge Firma. Ab Anfang 2010 fertigen wir die insgesamt 22 Gecko-Controller in hohen Stückzahlen und gewinnen im Durchschnitt einen Kunden pro Tag,« so Koller.

Die Giant Gecko MCUs sitzen in QFN64-, QFP100- und BGA112-Gehäusen, Energy Micro liefert Muster ab dem ersten Quartal 2011. Bei einer Abnahme von 100.000 Stück starten die Preise bei 2,50 Dollar. Ausführliche Datenblätter der Giant-Gecko-MCUs sind ab 1. November 2010 erhältlich. Wenn Energy Micro die 48 neuen Controller der Giant-Gecko-Familie liefert, wird das Programm des Unternehmens insgesamt 82 Controller umfassen. Außerdem arbeitet Energy Micro parallel an der Entwicklung von energieeffizienten Funkchips.