Samsung Gewinneinbruch weniger stark als befürchtet

Fallende Preise für Speicher-ICs, das schleppende Smartphone-Geschäft und preisdruck bei Displays hat Samsung im ersten Quartal einen Gewinneinbruch gebracht.

Weil die Preise für Speicher anziehen, ist der operative Gewinn für Samsung besser ausgefallen als erwartet.

Samsung rechnet in einem Ausblick damit, dass der operative Gewinn im vierten Quartal 2019 gegenüber dem vierten Quartal 2018 um 34 Prozent auf 6,09 Mrd. Dollar (7,1 Billionen Won) fällt. Der Umsatz ging im vierten Quartal um 0,5 Prozent auf 59 Billionen Won zurück. Der jährliche  Gewinn brach um 53 Prozent auf 27,7 Billionen Won ein, der stärkste Gewinnrückgang der letzten zehn Jahre.

Samsung litt über das vergangene Jahr vor allem an dem Überangebot auf dem Markt für Speicherchips und den damit einhergehenden fallenden Preisen.

Dass der operative Gewinn jetzt aber trotz des Rückgangs besser als erwartet ausfällt, deutet darauf hin, dass die Speicherpreise sich erholen. Denn ihre Lagerbestände dürften die Anwender zu einem großen Teil abgebaut haben, der Bedarf der Hersteller von Servern sollte wieder steigen. Zusätzlichen Schub werden 5G-Smartphones geben. Auch dass sich die Handelsbeziehungen zwischen China und den USA etwas zu entspannen scheinen, trägt zur Verbesserung des Geschäftsklimas insgesamt bei. Im Bereich der Smartphones konnte Samsung den Marktanteil gegenüber Huawei in Europa und Südamerika ausbauen, die unter den amerikanischen Sanktionen litt.  Die endgültigen Zahlen für das vierte Quartal 2019 wird Samsung in diesem Monat bekannt geben.