Minus 16 Prozent im ersten Quartal Foundry-Umsatz fällt kräftig

Rangfolge der Top-Ten-Foundries im ersten Quartal 2019
Rangfolge der Top-Ten-Foundries im ersten Quartal 2019

Die weltweite Produktion der Foundries bricht im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahresquartal ein, der Umsatz sinkt um 16 Prozent auf 14,6 Mrd. Dollar.

TSMC bleibt mit einem Marktanteil von 48 Prozent unangefochten die Nummer 1, muss aber nach der neusten Analyse von TrendForce einen Umsatzrückgang um 18 Prozent hinnehmen. Aber auch die übrigen Foundries unter den Top Ten verzeichnen zweistellige Umsatzeinbrüche im ersten Quartal. Das liegt vor allem an der schleppenden Nachfrage aus den Endmärkten, allen voran Smartphones und dem Consumermarkt im Allgemeinen. Als weitere Ursachen identifizieren die Analysten hohe Lagerbestände, den Rückgang des Bedarfs im Automobilsektor, die Knappheit von Intel-CPUs und die wirtschaftliche Entwicklung in China. Besonders trifft das die 12-Zoll-Foundries, weil in diese Märkte zuvörderst ICs wandern, die mit Hilfe der neusten Prozesstechniken gefertigt werden.

Die Situation für die Foundries, die ihren Schwerpunkt auf die Fertigung von ICs auf 8-Zoll-Wafern gelegt haben, sieht besser aus: Sie können ihre Umsatz in einem insgesamt rückläufigen Halbleitermarkt halten – allerdings auf einem vergleichsweise geringem Niveau, das weit von den Umsätzen der Top 5 entfernt ist.   

Auf Platz zwei hinter TSMC liegt im Ranking von TrendForce Samsung Foundry, die als eigenständige Einheit 2017 ausgegliedert wurde. Das Hauptgeschäft bestreitet die Foundry laut TrendForce mit der System LSI Division von Samsung. Die externen Kunden trügen derzeit 40 Prozent zum Umsatz bei. Samsung Foundry hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2023 einen Marktanteil von 25 Prozent zu erreichen.

Rückgang 2019?

Die politische und wirtschaftliche Weltlage lässt die Analysten für 2019 mit Vorsicht in die Zukunft blicken. Falls sie sich im ersten Halbjahr nicht ändere, könne sich der Foundry-Markt rückläufig entwickeln.