Europäisches Forschungsprojekt für umweltfreundlichere Elektronik »END« steht am Anfang

Der Name »END« mag vielleicht etwas eigentümlich klingen, dahinter verbirgt sich aber nur ein europäisches Forschungsprojekt, bei dem die Partner Modellierungs-, Simulations-, Design- und EDA-Techniken für ein energiebewusstes Design in multinationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit entwickeln wollen.

Die Forschungsergebnisse sollen für eine breite Palette von Bauelementen und Systemen (digitale Blöcke, Analog- und HF-Blöcke, diskrete Bauelemente) nutzbar sein. Zusätzlich widmen sich die Partner des Projekts der Konzeption und experimentellen Erkundung neuer Stromversorgungssysteme, wobei die Betonung auf »Energiemanagement«-Aspekte gelegt wird.

Die Partner verfolgen folgende Einzelziele: die Entwicklung von Power-Modellen für Non-Bulk-CMOS-Bausteine, eine einheitliche Low-Power-Designmethodik für heterogene Systeme und SoC-Bausteine, die Entwicklung energieeffiziente Bausteine für heterogene Systeme, energieeffiziente IP-Komponenten für SoCs, das Energiemanagement von Systemen auf Basis mehrerer heterogener Stromversorgungen sowie Demonstratoren für Solarenergie und drahtlose Sensorsysteme.

Dazu haben sich im Rahmen von »END« Unternehmen (IDMs – STMicroelectronics ist Projektkoordinator - und Fabless), Designzentren, Universitäten und Institute in einer Reihe von Projekten zusammengeschlossen, die Standards definieren und dazu beitragen sollen, eine solide, energiebewusste Elektronikdesign-Basis für Europa zu schaffen.

Die auf rund 12,6 Mio. Euro bezifferten Kosten des Projekts werden vom ENIAC JU (European Nanoelectronics Initiative Advisory Joint Undertaking) sowie aus öffentlichen Mitteln Belgiens, Griechenlands, Italiens und der Slowakei finanziert und läuft drei Jahre.