NXP kauft Jennic Einstieg in den ZigBee-Markt

Der europäische Halbleiterhersteller NXP Semiconductors übernimmt den britischen Funk-IC-Hersteller Jennic für bis zu 20 Mio. Dollar und bekommt so Zugang zum Markt für Low-Power-Funkknoten (Short Range Devices, SRD) nach dem IEEE-Standard 802.15.4, auf dem u.a. der Kurzstreckenfunk-Standard ZigBee basiert.

Die Übernahme wird zur Folge haben, dass die Jennic-Produkte über NXPs weltweiten Distributionskanal verfügbar wirden und so eine weitaus breitere Kundenbasis erreichen können. NXP verspricht sich hiervon neue Absatzmöglichkeiten für sein Funk-Portfolio. NXP-President und CEO Rick Clemmer sagt dazu: »Die Innovation in der Technologie für Low-Power-Funk schafft derzeit neue Anwendungen und Geschäftsmodelle. Jennics Strom sparende Technologie wird uns in die Lage versetzen, gemeinsam die gerade entstehenden Wachstumsmärkte für Low-Power-Funkvernetzung mit einem breiten Portfolio ins Visier zu nehmen.«

Die Übernahme ist nicht die erste ihrer Art: Im Dezember 2005 übernahm der US-amerikanische Halbleitergigant Texas Instruments den norwegischen Jennic-Konkurrenten und Weltmarktführer Chipcon und baute seitdem sein Portfolio und Engagement im Markt für SRD kräftig aus. Im Vergleich zum damals gezahlten Kaufpreis von 200 Mio. Dollar mutet die Jennic-Übernahme für maximal 20 Mio. Dollar allerdings an wie ein Schnäppchen.

Funkvernetzung mit Jennic

Jennic bietet nicht nur Funk-ICs nach dem IEEE-Standard 802.15.4 an, sondern auch Betriebssoftware (so genannte Stacks) für Zigbee PRO, 6LowPAN und RF4CE. Diese ermöglichen Lösungen für Funkvernetzung wie Smart Grid, Smart Metering, Smart Lighting, Fernsteuerung, Heimvernetzung und Gebäudeautomatisierung, die sich ohne viel Aufwand installieren, betreiben und erweitern bzw. umkonfigurieren lassen.