Globalpress Electronics Summit 2011 Der richtige Zeitpunkt für den Börsengang

Dr. Andrew Yang, CEO von Apache auf dem Globalpress Electronics Summit 2011
Dr. Andrew Yang, CEO von Apache auf dem Globalpress Electronics Summit 2011

Apache strebt an die Börse, ein entsprechender Antrag auf Börsenzulassung wurde bereits gestellt. Dr. Andrew Yang, CEO von Apache, hält den Zeitpunkt für günstig: Einerseits ist das Unternehmen seit 2008 profitabel, es gibt keine Schulden und der Umsatzzuwachs ist außergewöhnlich hoch, andererseits zeigen sich auch die Börsen derzeit offen für IPOs.

»Leistungsaufnahme ist heute eine der größten Herausforderungen und das wird sich auch nicht ändern«, so die Überzeugung von Yang. Und momentan gibt es wahrscheinlich auch keinen, der hier widersprechen will. Wobei Yang sich aber noch an andere Zeiten erinnern kann, denn Apache wurde vor 10 Jahren gegründet, »damals waren 180 nm Stand der Technik und kein Mensch hat sich für Power interessiert«, so Yang weiter.

Doch das hat sich eindeutig geändert, das zeigen auch die Wachstumsraten, die das Unternehmen alleine in den letzten zwei Jahren erzielen konnte: 2010 um mehr als 27 Prozent, die gesamte EDA-Industrie lediglich um 9 Prozent; und selbst im Krisenjahr 2009 war ein Plus von mehr als 20 Prozent möglich. Ein weiterer Beweis dafür ist in der Tatsache zu sehen, dass Apache mittlerweile die 20 größten Halbleiterunternehmen weltweit zu seinem Kundenstamm zählen kann. Yang weiter: »Wir halten 73 Prozent des Marktes mit Physical Power Analyse-Tools.«

Wobei Apache inzwischen nicht nur Tools rund um das Thema »Leistungsaufnahme« anbietet, sondern sich mittlerweile auch um das Thema Störrauschen/EMV kümmert. Somit führt das Unternehmen jetzt die vier Tools PowerArtist, RedHawk, Totem und Sensinel. Damit dürfte dem Unternehmen auch eine durchaus rosige Zukunft offen stehen. Denn die Probleme mit der Leistungsaufnahme und Störrauschen nehmen mit steigender Transistoranzahl und höheren I/O-Frequenzen noch zu.