EVE/Mentor Graphics David gegen Goliath

Mentor Graphics hatte am Dienstag dieser Woche in Japan ein Einfuhrverbot für die Emulationsprodukte von EVE eingereicht, die nach Mentors Ansicht die IP-Rechte von Mentor verletzen. Jetzt gab EVE wiederum bekannt, dass sie sich energisch gegen diese Behauptung verwehren und dass dies nur ein Mittel sei, einen unliebsamen Konkurrenten aus dem Markt zu drängen.

Dr. Luc Burgun, President und CEO of EVE, sieht einen klaren zeitlichen Zusammenhang zwischen einer EVE-Meldung und dem Antrag von Mentor. Denn EVE hätte erst am 29 Juni einen Rekordauftragsbestand von 19,9 Mio. Dollar für das Quartal gemeldet und darauf folgt jetzt die Aktion von Mentor. Burgun merkt nur an: »Das Timing von Mentor Graphics Ankündigung ist sonderbar.«

Burgun will sich davon aber nicht irritieren lassen und erklärt ganz klar: »Wir werden unsere Rechte energisch verteidigen und beweisen, dass unsere Produkte kein einziges Patent von Mentor Graphics in Japan oder sonst wo verletzt. Diese Klage wird uns nicht von unserem Ziel ablenken, das führende Unternehmen im Bereich Hardware/Software-Co-Verifikation zu werden. EVE wird weiterhin die innovativsten Emulatoren auf Basis von Standard-FPGAs liefern.«

Doch ganz so einfach dürfte die Sache für EVE nicht werden, denn hier findet ein Kampf unter ungleichen Konkurrenten statt: Für EVE sind 19,9 Mio. Dollar ein Rekordauftragsbestand, Mentor wiederum hat im letzten Quartal einen Umsatz von rund 180 Mio. Dollar gemeldet.