Was lange währt, wird endlich gut Cypress übernimmt Ramtron

Man könnte sagen: Zähigkeit zahlt sich aus. Oder aber: Das neue Übernahmeangebot war jetzt endlich so hoch, dass Ramtron zustimmen konnte. Seit Juni dieses Jahres versucht Cypress bereits, Ramtron zu schlucken, bislang ohne Erfolg. Jetzt endlich konnten sich die beiden Unternehmen einigen, so dass sich Cypress Ramtron endlich einverleiben kann.

Im Juni hatte Cypress zum ersten Mal versucht, Ramtron zu übernehmen. Damals hatte das Unternehmen 2,48 Dollar für jede Ramtron-Aktie geboten. Zu niedrig, so die Reaktion von Ramtron. Dann erhöhte Cypress auf 2,68 Dollar, was erneut abgelehnt wurde. Auch das im Oktober vorgelegte Angebot von 2,88 Dollar wurde als zu niedrig erachtet. Die jetzt gebotenen 3,10 Dollar pro Aktie haben die Herzen des Vorstands erweicht: Er empfiehlt seinen Aktionären, das Cypress-Angebot anzunehmen. Damit geht Ramtron für rund 109,8 Mio. Dollar (ausschließlich Schulden und Optionen und einschließlich der Aktien, die Cypress bereits übernommen hat) an Cypress über.

Ramtron hat mit seiner bislang ablehnenden Haltung den Übernahmepreis um 71 Prozent nach oben getrieben, wenn man den Aktienkurs vom 11. Juni 2012 in Höhe von 1,81 Dollar ansetzt, also ein Tag, bevor Cypress sein erstes Übernahmeangebot gemacht hat. Die Transaktion soll noch Ende dieses Jahres abgeschlossen werden.

T.J. Rodgers, President und CEO von Cypress, hat aber auch sein Ziel erreicht, wenn auch für mehr Geld als erhofft. Aber Rodgers ist überzeugt, dass die Kombination aus Ramtrons FRAM-Technologie mit Cypress nvSRAM-Geschäft einen deutlichen Schub für das eigene Geschäft mit nichtflüchtigen Speichern bringt – und dieser Schub scheint so groß zu sein, dass er die 25 Prozent mehr Geld, die Cypress jetzt bezahlen muss, für gerechtfertigt hält.