Toshiba Electronics Europe Cortex-M0-, -M3- und M4-Controller

Toshiba Electronics Europe hat sein MCU-Portfolio mit der Serie TXZ+ erweitert. Die Serie gibt es in zwei Varianten: TXZxA+ (Advanced Class) und TXZxE+ (Entry Class).

Die TXZxA+-Controller werden mithilfe eines 40-nm-CMOS-Prozesses gefertigt wird und sind entweder mit einem Cortex-M3- oder einem -M4-Prozessorkern mit FPU (Gleitkommaeinheit) ausgestattet. Die TXZxE+-Serie wiederum basiert auf einem 130-nm-CMOS-Prozess und umfasst neben Cortex-M3/M4-Varianten auch Controller mit einem Cortex-M0-Prozessorkern.

Die TXZxA+-Familie ist bereits die dritte Generation von Cortex-basierten MCUs von Toshiba, bietet im Vergleich zu den bisherigen Controllern aber eine höhere Leistungsfähigkeit bei Betriebsfrequenzen von bis zu 200 MHz (254 DMIPS) und weist im Vergleich zu den existierenden 65-nm-MCUs einen um etwa 30 Prozent verringerten dynamischen Stromverbrauch auf. Toshiba wird eine Reihe von MCUs auf den Markt bringen, die in ihrer Funktion Pin-kompatibel zu den bestehenden 65-nm-TXZ-MCUs sind und Kunden somit den nahtlosen Übergang auf die neue MCU-Serie ermöglichen.

Die Controller sollen unter anderem mit einem hochpräzisen Oszillator und einem Predriver (für die Motorsteuerung) ausgestattet werden. Ein Single-Supply-Regler, der ohne externe Kondensatoren arbeitet, um Stückkosten und Platz auf der Leiterplatte zu sparen, wird ebenfalls integriert. Toshiba bezeichnet seine TXZxA+-Serie als skalierbare Plattform mit modularem IP, die eine gemeinsame Register-Map verwendet, die die Software-Entwicklung und die Wiederverwendung vereinfacht. Das Unternehmen will die TXZxA+-Serie in verschiedenen Gehäusen anbieten. Erste Engineering Samples sind für das 3. Quartal 2020 geplant, Kundenmuster und die Serienfertigung sind für das 2. Quartal 2021 geplant.

Die TXZxE+-Serie umfasst MCUs für grundlegende Steuerungsaufgaben. Sie werden von der Japan Semiconductor Corporation (JSC), einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft von Toshiba, mithilfe eines 130-nm-CMOS-Prozesses gefertigt. Die TXZxE+-MCUs sind auch die ersten von Toshiba mit einem Sonos-Speicher (Silizium-Oxid-Nitrid-Oxid-Silizium)[2], einer neuen Technologie für nichtflüchtige Speicher, die im Vergleich zu herkömmlichem Flash-Speicher einen längeren Datenerhalt bietet und öfters wieder beschrieben werden kann. Erste technische Muster sind für das 2. Quartal 2020 geplant. Kundenmuster und die Serienfertigung sind für das 4. Quartal 2020 vorgesehen.

Laut Toshiba adressiert das Unternehmen mit den neuen MCUs zahlreiche Anwendungen wie Haushaltsgeräte, Industrie- und Antriebssteuerungen sowie Kommunikationstechnik und Datenverarbeitung.