ARM Cortex-A7 MPCore und big.LITTLE.processing

Wird der neue Cortex-A7-Prozessorkern mithilfe von 28-nm-Prozessstrukturen gefertigt, so belegt er laut ARM eine Fläche von 0,5 mm². Der Core kann in einer Single- oder Dual-Core-Konfiguration eingesetzt werden. big.LITTLE.processing wiederum kommt bei SoCs mit zwei ARM-Cores unterschiedlicher Leistungsklassen zum Tragen und dient dazu, die Leistungsaufnahme zu minimieren.

ARM glaubt, dass mit der Single-Core-Variante Smartphones der Einstiegsklasse realisiert werden können, die im Jahr 2013/2014 preislich für weniger als 100 Dollar zu haben sind. Das Unternehmen betont aber gleichzeitig, dass die Leistungsfähigkeit dieser zukünftigen Einstiegsgeräte mit der Leistungsfähigkeit heutiger High-End-Geräte für 500 Dollar durchaus vergleichbar sei.

big.LITTLE.processing ist eine Technologie, die es der Power-Management-Software erlaubt, dynamisch zwischen zwei ARM-Cores unterschiedlicher Leistungsklasse hin- und herzuschalten - je nachdem wie hoch die benötigte Rechenleistung ist – was sich im Name »big.LITTLE.processing« widerspiegeln soll. So können beispielsweise auf dem energiesparenden Cortex-A7, also dem »LITTLE«, das Betriebssystem und einfachere Applikationen ablaufen, die immer aktiv sind, während der leistungsstärkere Prozessor schläft. Sobald aber rechenintensivere Applikationen, wie Navigation oder Spiele, ausgeführt werden, kann das Betriebssystem und die Applikationen problemlos auf den höher performanten Prozessorkern wechseln, wobei dieser Wechsel für die Applikations-Software unsichtbar ist. Die Zeit für diesen Wechsel spezifiziert ARM mit zirka 20 µs. Dieses Hin- und Herschalten der Arbeitslasten zwischen zwei Prozessoren wird von dem System-IP von ARM, wie beispielsweise die AMBA 4 ACE Cohereny-Erweiterungen unterstützt.

Die Big.LITTLE-Power-Management-Software wurde von ARM-Partnern entwickelt und steht Entwicklern, die mit den DS-5-Tools von ARM arbeiten zur Verfügung.