Trotz Handelsstreits Chinas Wirtschaft wächst

China will sich von ausländischen IC-Zulieferern unabhängig machen. Das Joint Venture von ARM und chinesichen Investoren kann dabei helfen.
Das Bruttoinlandsprodukt in China ist im ersten Halbjahr noch gewachsen. Der Handelsstreit mit den USA wirkt sich bisher offenbar nicht aus.

Chinas Wirtschaft hat ihr Wachstum im zweiten Quartal mit 6,7 Prozent nur ganz leicht verlangsamt.

Für die erste Jahreshälfte ergibt sich damit ein Wachstum von insgesamt 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt am Montag in Peking berichtete. In den ersten drei Monaten des Jahres war die zweitgrößte Volkswirtschaft bereits um 6,8 Prozent gewachsen.

Angesichts der drohenden Eskalation im Handelskonflikt mit den USA zeigt sich Chinas Wirtschaft damit widerstandsfähig, wie Experten meinten. Trotz der Unsicherheiten gebe es Schwung durch die weltweite Erholung, einen belebten Immobilienmarkt und andere Wachstumstreiber. Auch hatte sich der Beitrag des Konsums zum Wachstum im ersten Quartal von 58 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 77 Prozent erhöht.

Die wirtschaftliche Entwicklung liegt damit weiter über der Vorgabe der Regierung in Peking, die für das ganze Jahr eigentlich nur rund 6,5 Prozent anstrebt. Experten rechnen in der zweiten Jahreshälfte mit einem leicht abgeschwächten Wachstum von nur noch 6,6 Prozent.

Chinesische Unternehmen sind nach einer jüngsten Umfrage des Finanzdienstes IHS Markit zwar optimistisch, dass ihre Produktion im nächsten Jahr wachsen wird, doch ist die Stimmung »vergleichsweise gedämpft«. Die Sorgen über den Handelskrieg, steigende Preise für Rohstoffe, höhere Arbeitskosten, härteren Wettbewerb und strengere Umweltvorschriften drücken die Laune.