Weltweiter Foundry-Markt China wächst kräftig

Die Umsätze auf den regionalen Foundry-Märkten 2018 und 2019.
Die Umsätze auf den regionalen Foundry-Märkten 2018 und 2019.

Der Foundry-Umsatz ist in Europa und Japan im vergangenen Jahr um 11 bzw. 13 Prozent zurückgegangen. In China stieg er dagegen um 6 Prozent.

Während der Foundry-Umsatz laut der neusten Studie von IC Insights in den USA 2019 nur leicht um 2 Prozent gestiegen ist und Asien auf dem Niveau von 2018 verharrte, sprang Chinas Marktanteil im weltweiten Foundry-Geschäft von 5 Prozent im Jahr 2017 auf 19 Prozent 2018. Damit hat China den restlichen asiatisch-pazifischen Raum um 5 Prozentpunkte übertroffen. Allerdings litt China 2019 unter dem Handelskrieg mit den USA, so dass der chinesische Anteil am Foundry-Markt im vergangenen Jahr nur leicht um 1 Prozentpunkt auf 20 Prozent zulegen konnte.  

Der Umsatz der Pure-Play-Foundries innerhalb von China sprang 2018 sogar um 42 Prozent auf 10,7 Mrd. Dollar. Zum Vergleich: Insgesamt war der weltweite Foundry-Markt 2018 um nur 5 Prozent gewachsen. 2019 kletterte der Umsatz, den die Foundries weltweit mit China erzielten, um 6 Prozent – und lag damit um 8 Prozentpunkte über dem 2019 weltweit um 2 Prozent geschrumpften Pure-Play-Foundry-Umsatz.

TSMC hat 2019 bekannt gegeben, dass 25 Prozent ihrer über 400 Kunden aus China kommen. Sowohl TSMC als auch sein ebenfalls in Taiwan ansässiger Rivale UMC konnten den Umsatz mit Kunden in China 2019 im zweistelligen Prozentbereich steigern. Den höchsten Umsatzzuwachs verzeichnete mit 19 Prozent UMC, vor allem weil das Unternehmen seine Fab 12X in Xiamen/China seit dem Start 2016 kontinuierlich hochgefahren hat. Die derzeitige Kapazität der Fab von UMC  beziffert IC Insights auf 22.700 Wafer-Starts (300 mm) pro Monat.

Dagegen hätten laut IC Insights viele Kunden der chinesischen Foundry SMIC eher geschwächelt. Der Umsatz von SMIC in China fiel 2019 um 8 Prozent, der weltweite Umsatz des Unternehmens insgesamt um 7 Prozent.