Qualcomm kann aufatmen Broadcom zieht Angebot zurück

Broadcom will Qualcomm nun nicht mehr übernehmen und ist darüber enttäuscht.

Broadcom gibt den Versuch der feindlichen Übernahme von Qualcomm auf, verlegt dennoch den Hauptsitz in die USA und lässt sich das einiges kosten.

Präsident Donald Trump hat den Deal aus Gründen der nationalen Sicherheit gestoppt, zwei Tage danach gibt sich Broadcom geschlagen. Folglich verzichtet das Unternehmen auch auf eigene Kandidaten, die auf der geplanten Aktionärsversammlung von Qualcomm zur Wahl hätten gestellt werden sollen. In der Pressemitteilung, in der Broadcom den Rückzug bekannt gibt, zeigt sich das Unternehmen »enttäuscht über diesen Ausgang«. Broadcom dankt außerdem den unabhängigen Kandidaten, die sich auf die Wahl in den Aufsichtsrat von Qualcomm vorbereitet sowie Zeit und Mühe investiert hätten für ihre »unbeirrbare Bereitschaft« dafür, dass sie »im besten Interesse der Aktionäre von Qualcomm hätten handeln wollen.«

Davon unberührt traf sich der Aufsichtsrat von Broadcom, um den Hauptsitz in die USA zu verlegen, was laut Reuters wegen höherer Steuern Mehrkosten von 500 Mio. Dollar pro Jahr bedeute. Dafür sollte es Broadcom dann aber leichter haben, Übernahmen in den USA durchzuführen, weil dann das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) nicht mehr für die Prüfung zuständig wäre.