Socionext ASICs sind wieder aktuell

Heute: Automobilindustrie interessiert sich

Dafür gibt es einige gewichtige Gründe. Es entwickeln sich gerade viele Anwendungen in eine Richtung, die sie für ASIC geradezu prädestinieren, weil sie so innovativ oder die Anforderungen so individuell sind, dass es keine passenden Standardprodukte am Markt gibt.

Einer der größten ASIC-Wachstumsmärkte wird in den nächsten Jahren sicherlich der Automotive-Markt sein. Es wird erwartet, dass sich die Anzahl der elektrischen Komponenten, die im Auto verbaut werden, in Zukunft stark erhöht. Dies resultiert aus der wachsenden Zahl neuer Anwendungen.

Die Forderung nach selbstfahrenden Autos oder zumindest nach automatisierter Fahrerunterstützung (ADAS) zieht rasante Entwicklungen im Sensorbereich (Radar, Lidar, optische Sensoren) sowie im Bereich künstliche Intelligenz (KI), z.B. für automatische Bilderkennung, nach sich.

Außerdem erwartet der Autokäufer heute eine Vielzahl von Kommunikations-, Informations- und Unterhaltungseinrichtungen im Auto. Hierzu zählt die Anbindung von Smart­phones, Anzeige von Bord- und Umgebungsdaten sowie In-Car-Entertainment. Der Bedarf an kabelloser Kommunikation im Auto, zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern und zwischen Fahrzeug und Straße (Stichwort Car-to-Car- und Car-to-X-Kommunikation) wird in den kommenden Jahren zunehmen.

Zusammengenommen werden diese Anwendungen den Automotive-Markt zu einem der Treiber für ASICs in den nächsten Jahren heranwachsen lassen. Socionext ist dafür gerüstet, denn das Unternehmen bietet im Bereich Automotive u.a. IP und Services für ADAS und Functional Safety (ISO 26262) an.

Viele Gründe sprechen für ein ASIC

Für viele Anwendungen, bei denen ein hoher Integrationsgrad erforderlich ist, ist ein ASIC der einzige verfügbare Ansatz. Dies gilt insbesondere für die Kombination sehr leistungsfähiger analoger Funktionen mit äußerst komplexer digitaler Logik. Für den Einsatz in Kommunikationstechnik und Messtechnik sind von Socionext im Rahmen einer ASIC-Entwicklung z.B. High-Speed-ADCs und DACs erhältlich, die bei einer Abtastrate von bis zu 120 GSample/s arbeiten und die mit Hunderten von Millionen von Logikgattern kombiniert werden können, somit also in der Lage sind, enorme Signalbandbreiten zu verarbeiten.

Nicht nur wie erwähnt im Auto, auch in anderen Bereichen erobert künstliche Intelligenz (KI) im Moment die Technik. Selbstlernende Systeme werden mittlerweile in unterschiedlichen Produkten, wie z.B. Digital-Home-Assistenten, Smart­phones und Saugrobotern verwendet.

Auch im automatisierten Verarbeiten von Videodaten in Echtzeit wie z.B. im Bereich Sicherheitsüberwachung wird KI eine immer größere Rolle spielen. Da diese Systeme meist nur eine limitierte Stromaufnahme haben dürfen (Stichwort „Power over Ethernet“) sowie in gekapselten Gehäusen nicht allzu heiß laufen sollen, spielen Effizienz (also Rechenleistung pro mW) eine große Rolle – auch hier kann ein ASIC punkten. Der als IoT (Internet of Things) zusammengefasste Markt wurde schon vor mehreren Jahren als Wachstumstreiber entdeckt. Nach den ursprünglich vielleicht überzogenen Erwartungen an dieses Marktsegment ist es jetzt aber durchaus ersichtlich, dass immer mehr Geräte z.B. im Haushalt mittels intelligenter Elektronik aufgewertet und kabelgebunden oder kabellos in Netzwerke eingebunden werden. Hier ist das Thema Low Power besonders wichtig. Durch Integration von HF- und Digitalteil auf einem ASIC sind sehr effiziente IoT-Implementierungen möglich.

Im Bereich Fertigungsautomatisierung hat sich in den letzten Jahren eine (mehr oder weniger) leise Revolution abgezeichnet, die als Industrie 4.0 bekannt geworden ist und sich auf die Digitalisierung der Fertigung bezieht. Dieser Bereich ist vielfältig und bietet eine Fülle von ASIC-Anwendungen wie z.B. PLC-Steuersysteme, Enkoder und Servos für den Bereich Motor-Control, sowie HMIs (Human Machine Interface).