NXP FTF 2016 Ambitionierter Start in die NXP-Ära

2016 fand das erste NXP FTF in Austin statt.
2016 fand das erste NXP FTF in Austin statt.

Wie bereits berichtet, fand in diesem Jahr das 1. NXP FTF (Freescale Technology Forum) in Austin statt. Automotive und Security standen im Mittelpunkt, aber Geoff Lees, Senior VP & GM Microcontrollers von NXP Semiconductors, betont, dass die embedded Community trotzdem nicht zu kurz kommt.

Auffällig am diesjährigen NXP FTF war, dass während der Eröffnungsrede vor allem Security und Automotive im Mittelpunkt standen. Natürlich hat NXP die Veranstaltung auch dazu genutzt, das nach dem Merger neue Unternehmen vorzustellen. So betont Steve Owen, Chief Sales & Marketing Officer von NXP, dass durch den Merger ein Unternehmen entstanden sei, das in vielen Bereichen die Nummer 1 im Markt ist. Das gilt besonders für den Automotive-Markt: Owen schätzt, dass in jedem Fahrzeug mindestens 100 NXP-Prozessoren sitzen. Genauso gelte dies aber auch für HF und die drahtlose Kommunikation, laut Owen sei an praktisch jeder drahtlosen Kommunikationsaktivität ein NXP-Prozessor beteiligt: »90% der weltweiten Mobiltelefone sind mit ICs von NXP ausgestattet.« Außerdem garantierten in 80% aller elektronischen Reisepässe NXP-Chips die Sicherheit.

Der Merger habe aber nicht nur für NXP Vorteile, sondern auch für die Kunden. So weist er darauf hin, dass heute ein Großteil der Weiterentwicklungen darauf beruht, dass Systeme vernetzt werden. Alle heutigen Schlagwörter wie Smart Cities, Smart Home, IoT, Connected Car etc. beruhen auf der Vernetzung, und selbst die Medizintechnik profitiert davon. Damit kam Owen auf einen wichtigen Punkt des NXP FTS: Security. Owen: »Wenn wir vernetzter werden, wird unsere Welt abhängiger denn je von der Sicherheit dieser Vernetzung.« Damit sei der Merger zwischen Freescale und NXP genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgt, denn jetzt seien genau die Technologien und Produkte unter einem Dach vereint, die diese Weiterentwicklungen benötigen: Security, Automotive, Networking, IoT, Identity, HF und General-Purpose-MCUs. Owen ist überzeugt, dass die Entwickler von der Kombination der Technologien und Produkte profitieren, weil NXP für viele jetzt ein One-Stop-Shopping ermöglicht – anstatt für ein Projekt mit fünf verschiedenen Halbleiterherstellern zusammenzuarbeiten, reicht jetzt einer.

Sicherheit war generell ein wichtiges Thema auf dem NXP FTF. Auch Rick Clemmer, CEO von NXP Semiconductors, betonte in der Eröffnungsrede, dass mit genug Zeit und Aufwand alles gehackt werden kann. Deshalb arbeite man hart daran, den Hackern immer einen Schritt voraus zu sein. Nicht nur, dass NXP selbst versucht, die eigenen Designs zu hacken, das Unternehmen gibt die Designs auch an Drittunternehmen, damit die sie auf ihre Schwächen hin testen können. Clemmer: »Das Ergebnis dieser Anstrengungen: NXP hält heute über 1700 Patente für Sicherheitstechnologien.«

Von Connectivity und Security bis hin zu Automotive ist es nicht mehr weit. Denn auch in diesem Markt geht es um Vernetzung – intern wie extern –, und die muss natürlich auch sicher gestaltet werden. Owen: »Vernetzte, selbstfahrende Fahrzeuge müssen einem höheren Security-Standard genügen, wenn sie das Vertrauen und die Akzeptanz seitens der Fahrer, aber auch der staatlichen Organisationen bekommen wollen.« Auch in diesem Fall bringe der Merger Vorteile, denn jetzt sind Security-Know-how und Processing-Power ebenfalls in einem Haus vereint.