TSMC strotzt vor Optimismus 5G lässt TSMC kräftig wachsen

TSMC freut sich über einen Gewinnsprung im vierten Quartal 2019 um 16,1 Prozent gegenüber 2018 – und 14,8 Prozent mehr als im vorausgegangenen Quartal.

Mit 3,9 Mrd. Dollar (116,04 Mrd. NT$) erzielte TSMC im vierten Quartal 2019 den höchsten Quartalsgewinn in seiner Geschichte. Der Quartalsumsatz war gegenüber dem vorausgegangenen Quartal um 8,3 Prozent auf 317,24 Mrd. NT$ gestiegen, gegenüber dem ersten Quartal 2018 kletterte der Umsatz um 9,5 Prozent.  Der Jahresumsatz 2019 wuchs leicht von 34,2 auf 34,6 Mrd. Dollar.

Vor allem die Nachfrage aus dem 5G-Smartphone-Sektor stimmt TSMC für 2020 sehr zuversichtlich. Für das erste Quartal 2020 erwartet TSMC einen Umsatz von 10,2 bis 10,3 Mrd. Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte er bei 7,1 Mrd. Dollar gelegen.

Weil TSMC mit weiterem Wachstum – besonders auf den 7-nm-, 5-nm- und 3-nm-Ebenen – rechnet  plant TSMC im kommenden Jahr zwischen 15 und 16 Mrd. Dollar in den Ausbau der Kapazitäten zu stecken und damit die 14,9 Mrd. Dollar in 2019 sogar noch zu überbieten.

Schon jetzt erzielt TSMC mit den neusten Prozesstechnologien einen erheblichen Teil des Umsatzes, der schnell wächst: Im vierten Quartal haben die mit Hilfe von 7-nm-Prozessen gefertigten ICs 35 Prozent des Gesamtumsatzes eingebracht. Im Vorjahresquartal waren es noch  27 Prozent gewesen. Insgesamt hat TSMC 56 Prozent des Umsatzes mit Prozesstechniken auf der 16-nm-Ebene und darunter erzielt.

Die Smartphones haben im vierten Quartal 2019 53 Prozent zum Umsatz beigetragen, High Performance-Computing zu 29 Prozent, gefolgt von ICs für das Internet of Things (8 Prozent). Automotive-ICs trugen zu 4 Prozent zum Umsatz bei.

Langfristig erwartet das Management von TSMC ein durchschnittliches jährliches Wachstum zwischen 5 und 10 Prozent. »Wir rechnen damit, dass unser Umsatz in Dollar gemessen um einige Prozentpunkte schneller wachsen wird als der Foundry-Markt insgesamt«, erklärte CEO C.C. Wei. In diesem Jahr werde der Foundry-Markt im Durchschnitt um 17 Prozent wachsen, der Markt für ICs insgesamt um 8 Prozent. Alleine der Sektor des High-Performance-Computing würde in diesem Jahr um voraussichtlich 20 Prozent zulegen.

Schon um dem erhöhten Bedarf der Kunden nachkommen zu können, müsse TSMC die Ausgaben für neue Kapazitäten erhöhen. 80 Prozent der geplanten Investitionen sind für die Weiterentwicklung der 7-nm-, 5-nm- und 3-nm-Prozesse bestimmt. 10 Prozent fließen in Advanced Packaging und Test, weiter 10 Prozent in nicht näher spezifizierte weitere Prozessentwicklungen. Die ersten kommerziellen  ICs, die mit Hilfe von 3-nm-Prozessen gefertigt werden, will TSMC 2022 auf den Markt bringen.  

TSMC will den 5-nm-Prozess gegen Ende des Jahres hochfahren und erwartet, dass diese Chips 2020 bereits 10 Prozent zum Umsatz beitragen werden. Der US-Bann über Huawei könne das starke Wachstum im 5G-Bereich nicht bremsen, so Wei. Die USA übte laut Wei keinen Druck auf  TSMC aus, um eine Fab in den USA zu bauen. Über die letzten Wochen wurde darüber immer wieder spekuliert, weil die USA aus Sicherheitsgründen die Fertigung ihrer Chips für den Einsatz in der Militärtechnik gern in den USA lokalisiert sähen und zudem die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Taiwan und Festlandchina mit Sorge betrachteten.