Ab 2020 5G lässt GaAs-Chips kräftig wachsen

2020 wird der Umsatz mit GaAs-Komponenten für Frontends gegenüber diesem Jahr laut TrendForce um 11,3 Prozent auf 6,492 Mrd. Dollar steigen.
2020 wird der Umsatz mit GaAs-Komponenten für Frontends gegenüber diesem Jahr laut TrendForce um 11,3 Prozent auf 6,492 Mrd. Dollar steigen.

Die Zahl der RF-Komponenten wird sich mit dem Einzug von 5G verdoppeln und GaAs wird das Material der Wahl.

So steige die Zahl der Power-Amplifier pro Smartphone laut den Analysten von TrendForce von 2 in der 3G-Ära auf 5 bis 7 in der 4G-Ära und in der 5G-Ära werde sie ab 2020 auf 16 noch einmal kräftig zulegen. Deshalb werde 5G eine neue Wachstumsperiode für GaAs-Komponenten ab 2020 einleiten. Der Umsatz klettere dann kräftig um 11,3 Prozent auf 6,492 Mrd. Dollar in 2020. Denn die ICs auf Basis von Silizium wie HBTs und die CMOS-Komponenten könnten den Anforderungen hinsichtlich hoher Spannungen, Frequenzen und Temperaturen nicht mehr genügen.  Schon auf der 4G-Ebene sind die Frequenzen, mit denen Mobiltelefone kommunizieren,  in den Bereich von 1,8 bis 2,7 GHz vorgedrungen, so dass die 3G-Si-Frontends nicht mehr weiter verwendet werden könnten. Mit 5G kommen Frequenzen in den Bereichen von 3 bis 5 GHz und 20 bis 30 GHz hinzu, so dass der Übergang zu GaAs-basierten ICs schon jetzt einsetzen werde.

Die Hersteller von GaAs-ICs blieben allerdings von den Auswirkungen des rückläufigen Smartphone-Marktes und des Handelskrieges zwischen den USA und China im zweiten Halbjahr 2018 nicht verschont. Der Umsatz der Hersteller von GaAs-Komponenten für die Telekommunikation ist nach den Angaben von TrendForce im zweiten Halbjahr 2018 auf 5,835 Mrd. Dollar gefallen, was einem Rückgang gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 8,9 Prozent entspricht.

Jetzt aber investieren viele Länder in den Aufbau der 5G-Infrasturktur, 2021/22 werden diese Aktivitäten vorausschlich ihren Höhepunkt erreichen. Gegenüber der 4G-Ära werde sich die Zahl der RF-Frontends pro Mobiltelefon verdoppeln. Das wird sich auf die Umsätze der IDMS wie Skyworks, Qorvo, Macom, Analog Devices und Murata genauso auswirken wie auf die spezialisierten RF-Foundries wie WIN, Advanced Wireless Semiconductor Company (AWSC) und KY, wie die Analysten von TrendForce prognostizieren.