Micron 3 Mrd. Dollar für mehr Speicher-ICs

In den Standort in Manassas investiert Micron bis 2030 rund 3 Mrd. Dollar, 1100 neue Arbeitsplätze entstehen.
In den Standort in Manassas investiert Micron bis 2030 rund 3 Mrd. Dollar, 1100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Bis 2030 will Micron 3 Mrd. Dollar in die Speicher-IC-Fab in Manassas in Virginia stecken, um sowohl die Fertigungs- als auch die R&D-Kapazitäten auszubauen.

In der 40 Meilen westlich von Washington gelegenen Fab produziert Micron Speicher-ICs hoher Zuverlässigkeit, die auf Basis ausgereifter Prozesse gefertigt und über eine längere Zeiträume geliefert werden. Damit zielt Micron auf den Einsatz in der Industrie, in Autos und in Ausrüstungen für Netzwerke ab. Zunächst soll der Reinraum der Fab erweitert werden, was Ende 2019 abgeschlossen sein wird, um die neuen Linien in der ersten Hälfte 2020 hochzufahren. Sie sind vor allem für die Fertigung von NAND-Flash-ICs und DRAMs mit Hilfe der neusten Prozesstechniken bestimmt, die über eine lange Zeitspanne lieferbar sein sollen.

Außerdem will Micron in Manassas ein R&D-Zentrum aufbauen, in dem rund 100 Ingenieure Speicher-ICs- und -systeme für den Einsatz in Autos, in der Industrie und Netzwerken entwickelt werden.

Das hört die Automobilindustrie gerne: »Die Trends zu verbesserten Sicherheitssystemen sowie zum autonomen Fahren führen zu einem erhöhten Bedarf an Speicher-ICs für das Auto«, sagt Karsten Müller, Corporate Materials Management, Golbal Commodity Electronics von ZF in Friedrichshafen, die elektronische Systeme für Kraftfahrzeuge entwickelt und deshalb auf die Versorgung mit Speicher-ICs angewiesen ist, die für den Einsatz in Autos zertifiziert sind.