DRAM-Markt 20 Prozent Umsatzplus im zweiten Quartal

Umsatz und Marktanteil der DRAM-Hersteller im ersten Quatal 2020 gegenüber dem vorausgegangenen Quartal.
Umsatz und Marktanteil der DRAM-Hersteller im ersten Quatal 2020 gegenüber dem vorausgegangenen Quartal.

Die DRAM-ASPs steigen, doch der Umsatz ist im ersten Quartal gesunken. Im zweiten Quartal 2020 aber soll er um 20 Prozent nach oben springen.

Die DRAM-Hersteller haben im ersten Quartal 2020 ihre Lagerbestände weitgehend abgebaut. Deshalb steigen die durchschnittlichen Verkaufspreise um bis zu 5 Prozent. Allerdings hätten die weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-190-Pandemie zu Schwierigkeiten in der Logistik geführt, so dass sich die Lieferungen von DRAMs verzögert haben, wie die Analysten der zu Trendforce gehörenden DRAMeXchange ermittelt haben. Deshalb ist der weltweite Umsatz der DRAMs trotz des leichten Anstiegs der durchschnittlichen Verkaufspreise (ASP) gegenüber dem vierten Quartal 2019 um 4,6 Prozent auf 14,8 Mrd. Dollar gefallen.

Der Auftragsbestand werde nun laut der Analysten ins zweite Quartal 2020 geschoben. Sie rechnen damit, dass die ASPs weiter steigen und die Lieferungen gemessen in Bit wachsen. Deshalb prognostizieren sie einen Anstieg des Umsatzes im zweiten Quartal 2020 um nicht weniger als 20 Prozent.

Wegen der Störungen in den Lieferketten konnten die Hersteller im ersten Quartal 2020 nicht so viele DRAMs an die Kunden versenden wie geplant. Für die führenden Hersteller resultierte dies in fallenden Umsätzen. Der von Samsung sank um 3 Prozent, der von SK Hynix um 4 Prozent und der von Micron um 11 Prozent. Samsung kam im ersten Quartal 2020 auf einen Marktanteil von 44,1 Prozent, SK Hynix von 29,3 Prozent und Micron auf 20,8 Prozent. Weil keiner der Hersteller derzeit die Kapazitäten merklich erhöhe, werde sich laut der Marktforscher an den Marktanteilen im zweiten Quartal kaum etwas ändern.