Windenergie ungewöhnlich genutzt Triple-Hybrid für die Ostsee

Scandlines installiert ein Rotorsegel an Bord der Hybridfähre „Copenhagen”, um eine dritte Antriebsenergie zu nutzen.

Hybridfähren, die neben dem Schiffsdiesel auch noch über Batterien für den Antrieb verfügen, gewinnen immer weiter an Bedeutung. Scandlines geht jetzt einen Schritt weiter und investiert in die Windantriebstechnologie der Firma Norsepower an Bord der „Copenhagen”. Das Rotorsegel von Norsepower ist eine moderne Version eines Flettner-Rotors – einem rotierenden Zylinder, der den Magnus-Effekt nutzt: Strömt Luft an einem rotierenden Zylinder vorbei, entsteht im rechten Winkel dazu eine Kraft.

Da die Fährverbindung zwischen Rostock im Süden und Gedser im Norden nahezu rechtwinklig im Verhältnis zu dem überwiegend aus Westen kommenden Wind ist, hat die Copenhagen sehr günstige Bedingungen – in Summe soll damit die Kohlendioxidemissionen der Fähre um vier bis fünf Prozent reduziert werden. Das Rotorsegel hat dabei eine Höhe von 30 m und einen Durchmesser von 5 m.