DSM Computer erweitert Produktpalette Qseven-basierter Hutschienen-PC

Der Hutschienen-PC »H1-A« nutzt ein kompaktes Qseven-Modul, das zur Kühlung direkt mit dem Rechnergehäuse verbunden ist.
Der Hutschienen-PC »H1-A« nutzt ein kompaktes Qseven-Modul, das zur Kühlung direkt mit dem Rechnergehäuse verbunden ist.

Auf der embedded world stellt DSM Computer mit dem H1-A seinen ersten Vertreter der neuen Familie an Hutschienen-PCs vor. Der nur 122 mm breite Rechner nutzt ein Qseven-Modul mit Intels Atom-Prozessor.

Den Trend zu immer kleineren, dezentralen Systemen hat auch DSM Computer erkannt und bietet jetzt kompakte Rechner für die einfache Montage auf der Hutschiene an, beispielsweise in einem Schalt- oder Elektroschrank.

Die kompakten Hutschienen-PCs sind als dezentrale Rechner in vielfältigen Anwendungen einsetzbar, unter anderem als kleine Web-Server oder als Kommunikationsrechner zum Umsetzen und Verarbeiten von Daten.

Mögliche Anwendungen sind in der Anlagensteuerung und in der Gebäudeautomatisierung zu finden. Dabei können Statusmeldungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bewegungen in Räumen erfasst und analysiert werden. Darüber hinaus lässt sich eine intelligente Zutrittskontrolle in Gebäuden steuern oder eine installierte Web-CAM betreiben.

Eine weitere interessante Anwendung von Hutschienen-PCs verspricht das Cloud Computing, das auch in der Automatisierungstechnik immer mehr an Bedeutung gewinnt. Cloud Computing beschreibt eine On-Demand-Infrastruktur einschließlich Rechner, Speicher und Netze sowie der entsprechenden Software mit Betriebssystemen, Anwendungen und Entwicklungs-Tools, die jeweils dynamisch an die Erfordernisse des Projektes angepasst wird. Heutige Cloud-Computing-Strukturen bauen auf dezentrale Gateway-Rechner, die die Brücke zwischen der Cloud und der internen Anlage bzw. Haussteuerung bilden und damit WLAN und LAN verbinden. Eine der Voraussetzungen ist, dass die PCs über intelligente Sicherheitsfunktionen verfügen.

Der Vorteil von kleinen Hutschienen-PCs ist ihre standardisierte Montagemöglichkeit, wobei die Gehäuseform in der Regel einige Gestaltungsfreiheiten zulässt. So ist H1-A nur 122 mm (7TE) breit und einfach im Schrank einzubauen; dabei ragen nur die an der einen Seite des Gehäuses angebrachten Kühlrippen hervor. Der H1-A ist in einem robusten Aluminiumgehäuse mit einer Höhe von 90 mm und einer Tiefe von 41 mm (55 mm mit Kühlrippen) untergebracht. Die Stecker sind von unten zugänglich, DSM plant weitere Versionen mit an der Vorderseite angebrachten Anschlüssen.

DSMs Hutschienen-PC nutzt ein 70 x 70 mm großes Qseven-Modul der MSC Vertriebs GmbH, das auf dem Strom sparenden Intel-Atom-Prozessor Z510 mit 1,1 GHz Taktfrequenz basiert. Derzeit sind von DSM zwei Rechnerversionen erhältlich: Das erste Modell verfügt über ein 512 MByte großes DDR2-RAM ohne integriertem Flash-Speicher, alternativ wird ein System mit 1 GByte DDR2-Speicher und 2 GByte Onboard-Flash angeboten. Die Anwenderdaten können im Onboard-Flash oder auf einer SD-Karte gespeichert werden. Als Chipsatz kommt der Intel US15W SCH System Controller Hub mit integriertem Grafik-Controller GMA 500 zum Einsatz. Zur effektiven Wärmeableitung ist das Qseven-Modul mittels seitlich angebrachten Aluminiumleisten direkt mit dem Rechnergehäuse verbunden. Das Qseven-Modul steckt auf einem speziell für den Hutschienen-PC entwickelten Baseboard.

Für den Einsatz als Gateway- oder Kommunikationsrechner ist die breite Auswahl an Schnittstellen wichtig. Der H1-A verfügt deshalb über einen RS232-Anschluss, optional ist ein zweiter RS232-Anschluss an Stelle der vorhandenen VGA-Schnittstelle realisierbar. Die beiden RS485-Ports sind zum Ausgleich von Potenzialunterschieden galvanisch getrennt. Die Abschlusswiderstände für die Endstelle sind bereits integriert und lassen sich je nach Anforderung zuschalten. Damit können die RS485-Schnittstellen Entfernungen von bis zu 1000 m überbrücken.

Darüber hinaus bietet der Hutschienen-PC zwei 1000Base-T-LAN-Schnittstellen zur Datenübertragung via Ethernet und zwei USB-2.0-Ausgänge. Über das VGA-Interface lässt sich zur Inbetriebnahme und für Wartungszwecke ein Kontrollmonitor anschließen. Die 24-V-DC-Stromversorgung ist über eine in der Elektroindustrie übliche Schraubsteckklemme sichergestellt.

Der Betriebstemperaturbereich des Industrie-PCs liegt zwischen 0°C und 45°C. Auf Anfrage ist auch ein größerer Temperaturbereich möglich. System-Monitoring, Watchdog und ACPI Power Management sorgen für eine hohe Zuverlässigkeit des Systems.

Mit seiner neuen Hutschienen-Familie sieht sich DSM also gut gerüstet für zahlreiche neue Applikationen und Märkte wie Home Automation, Smart Metering und Elektro-Mobility.

DSM Computer, Halle 12, Stand 208