Es muss nicht immer x86 sein QorIQ-Modul für raue Umgebungen

Im Unterschied zu anderen Modul-Konzepten setzt MicroSys bei »MPX« auf Elastomer-Steckverbinder (an der linken, unteren Board-Seite zu sehen).
Im Unterschied zu anderen Modul-Konzepten setzt MicroSys bei »MPX« auf Elastomer-Steckverbinder (an der linken, unteren Board-Seite zu sehen).

MicroSys erweitert seine und Freescales QorIQ-basierte System-on-Module-Familie (SoM) um das »MPX1011«-Modul. Die MPX-SoMs eignen sich für den industriellen Einsatz, ermöglichen lüfterlose Systemdesigns und sind verfügbar für den erweiterten Temperaturbereich.

Das MPX1011-CPU-Modul ist das zweite einer Familie aus dem Hause MicroSys, die auf Freescales QorIQ-Technologie basieren, und ist Pin-kompatibel zu den MPX2020-SoMs. Entsprechende System-Designs nutzen dieselbe e500-Power-Architektur des Kerns und der Peripherie. Damit sind sie Software-kompatibel zueinander und darüber hinaus zu bestehenden PowerQUICC-CPUs. Mit diesen Eigenschaften sind sehr einfach flexible Single-Board-Designs mit verschiedenen Preis-Leistungsprofilen umzusetzen und »Performance Upgrades« für bestehende PowerQUICC-Entwicklungen möglich.

Die »QorIQ P1xxx«-CPUs sind hoch integriert und bieten großen Funktionsumfang bei gleichzeitig geringer Leistungsaufnahme. Sie eignen sich deshalb für die vielfältigsten Aufgaben in Netzwerk-, Telekom-, Industrie- und Verteidigungsanwendungen, die sehr hohe Verarbeitungsleistung mit sehr geringem Energieverbrauch erfordern. Die QorIQ-P1011-Single-Core-CPUs werden in 45-nm-Technologie gefertigt, die Verlustleistung ist deshalb in ihrem Arbeitsbereich von 533 MHz bis 800 MHz gering - dadurch sind lüfterlose Geräte mit kleinen Systemabmessungen einfach umzusetzen. Die P1011-CPUs können als direkte Nachfolger der erfolgreichen PowerQUICC-II-Pro-Familie betrachtet werden und bieten hier inzwischen ein attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die CPU enthält einen DDR2/DDR3-Memory-Controller, drei 1-GBit/s-Ethernet-Interfaces mit IEEE-Std-1588-Zeitsynchronisation, 2 x USB 2.0-, SD/MMC- und zwei PCI-Express-Interfaces. Typische Speichergrößen auf dem Modul sind bis zu 1 GByte DDR2-Memory und bis zu 512 MByte NAND-Flash. Weitere I/O-Schnittstellen sind SPI-, I2C-, zwei SGMII- und vier SerDes-Interfaces (bis zu 3,125 GHz).

Die MPX-Modul-Familie von MicroSys beinhaltet neben den physikalischen Abmessungen von 66 mm x 77 mm die Festlegung der 2 x 208 Kontakte für die Verbindung der SoMs mit der Peripherie und den Systemerweiterungen. Die verwendete Elastomer-Steckertechnologie erlaubt einen einfachen Systemausbau durch beidseitiges Stapeln der Boards. Damit ist die Entwicklung vom Rapid Prototyping zum Zielsystem in kürzester Zeit möglich. Die MPX1011-SoMs sind zudem sehr robust ausgelegt und deshalb für raue Umgebungsbedingungen und »Rugged Designs« geeignet. Für den erweiterten Temperaturbereich von -40°C bis +85°C sind die Produkte ebenso erhältlich. Die typische Leistungsaufnahme eines Moduls ist kleiner 2 Watt. Als Betriebssysteme stehen Linux, Microware OS-9, VxWorks und QNX zur Verfügung - weitere sind auf Anfrage erhältlich.

MicroSys Electronics, Halle 12, Stand 214