Mehr als Rechnerkopplung PCI Express verlängern

Die DC2-Stag mit Active Optical Cable (AOC)

EKF Elektronik will den Anwendern die Kommunikation mittels PCI Express auch außerhalb von Boards und Backplanes ermöglichen.

Mit der CompactPCI-Serial-Baugruppe »SX2-Slide« und der XMC-Mezzanine-Karte »DC2-Stag« erweitert EKF für Systemingenieure die Möglichkeiten, um verteilte Hochgeschwindigkeitsanwendungen zu realisieren. Im Vergleich zu Gigabit-Ethernet erlaubt die Kopplung über PCI Express erheblich mehr Durchsatz bei geringerer Latenzzeit.

Eingesetzt im CompactPCI-Serial-x8-Slot (fat pipe), splittet der Onboard-Controller des SX2-Slide den Upstream-Link in zwei Downstream-Kanäle mit jeweils 20 GBit/s auf. Die Busverlängerung kann mittels Kupferkabel gemäß der PCI-Express-External-Cabling-Spezifikation über eine Strecke bis rund 7 m erfolgen. Viel besser geeignet für viele industrielle Anwendungen ist aber die ebenfalls mögliche aktive optische Variante (AOC), die eine Entfernung von bis zu 300 m überbrücken kann und neben der galvanischen Trennung auch eine besonders hohe Störfestigkeit bietet. Diese Störfestigkeit gegenüber elektromagnetischen Störfeldern ist in jeder industriellen Anwendung, vor allem bei Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung, für einen sicheren Betrieb unabdingbar.

Neben der klassischen Rechner-Rechner-Kopplung eröffnet die Anschlussmöglichkeit von Hochgeschwindigkeitskameras an die SX2-Slide das Anwendungsgebiet der industriellen Bildverarbeitung. So lassen sich automatische optische Inspektionssysteme, zum Beispiel auf einem Gleispflegefahrzeug, mit Datenraten realisieren, die vorher undenkbar waren. Die Vorteile der Hochgeschwindigkeitskommunikation erschließt EKF auch mit einer XMC-Mezzanine-Karte: »DC2-Stag« hat zwei Frontbuchsen für PCI-Express-x4-External-Cabling und ist als Host-System-Adapter ausgelegt. Damit ermöglicht das Modul den Anschluss von ein oder zwei entfernten Target-Systemen per PCI Express. Auch bei dieser Baugruppe können Kupferkabel oder AOCs zum Einsatz kommen.