Single-Board-Computer mit CFast-Steckplatz PC/104-Plus mit AMD-Embedded-G-Series

Das PC/104-Board »Cool FrontRunner-AF« von Lippert nutzt AMDs APU-Kombination aus CPU und GPU.
Das PC/104-Board »Cool FrontRunner-AF« von Lippert nutzt AMDs APU-Kombination aus CPU und GPU.

Rechtzeitig zur embedded world 2012 stellt die Firma Lippert Adlink Technology mit »Cool FrontRunner-AF« einen neuen Einplatinenrechner im bekannten PC/104-Plus Format vor.

Basierend auf AMDs »T40R«-CPU (Single Core) oder alternativ »T56N« (Dual Core) in Verbindung mit dem Platform Controller Hub »Hudson-E1 Fusion« bietet dieses Gespann besonders für Anwendungen mit erhöhten Grafikanforderungen eine sehr gute Performance. Die integrierten DirectX11-Funktionen unterstützen nahezu den gesamten Multimediabereich - vorrangig kommen sie zum Einsatz bei der Darstellung komplexer 2D- und 3D-Grafik, bieten aber auch Unterstützung für Audio, diverse Eingabegeräte und der Netzwerkkommunikation.

Embedded-PC-Lösungen zeichnen sich meistens durch eine geringe Stromaufnahme und damit durch eine geringe Wärmeentwicklung aus. AMD ist es mit der Single-Core-CPU T40R gelungen, mit einer Verlustleistung (TDP) von rund 9 W eine hohe Grafikperformance zu erzielen. Beim Einsatz der Dual-Core-CPU T56N erhöht sich die Verlustleistung (TDP) auf rund 18 W.

Der PC/104-Plus-Formfaktor ist im Embedded-PC-Markt sehr weit verbreitet und spielt auch beim Umrüsten existierender Systemlösungen weiterhin eine sehr große Rolle. Obwohl der Hudson-E1-Fusion-Chipsatz über PCI-Express-Lanes verfügt, wurden diese im Board-Design nicht auf einen Erweiterungsstecker geführt, denn PCI Express wird allgemein zur Grafikerweiterung und zum Anschluss schneller Netzwerktechnologien eingesetzt. Eine Grafikerweiterung macht beim CFR-AF grundsätzlich keinen Sinn, da die integrierte Grafik schon sehr performant ist. Die Grafikperformance entspricht beim T40R der »Radeon HD6250« und beim T56N der »Radeon HD6310«. Als Netzwerk-Technologien kommen dann nur noch GBit-LAN und WLAN-Module in Betracht. Der Chipsatz verfügt bereits über einen Gigabit-LAN- Anschluss und auf einen Mini-PCIe-Steckplatz für WLAN-Module wurde zugunsten des CFast-Steckplatzes verzichtet.

Um die Integration in bestehende Systemlösungen zu erleichtern wurde das Board-Format gemäß PC/104-Spezifikation auf  96 mm x 90 mm beschränkt. Der maximale Speicherausbau mittels eines DDR3-SODIMM-Moduls beträgt 4 GByte. Das Board verfügt über insgesamt sechs USB-2.0-Host-Ports und zwei COM-Ports. Die COM-Tranceiver sind per Software einstellbar für RS232/RS422 und RS485 und damit den Kundenerfordernissen einfach anzupassen. Beim System-Upgrade bestehender Kundenlösungen ist auch im Zeitalter USB basierter Tastatur/Maus-Anschlüsse der alte PS/2-Standard zwingend erforderlich.

Zudem werden zwei SATA-Ports verwendet; einer ist auf einen Standardstecker geführt der andere wird von der CFast-Karte belegt. Der ISA-Bus wurde mittels LPC-to-ISA-Bridge realisiert, wobei auch der 16-Bit-Transfer und der DMA-Modus unterstützt wird.

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Baugruppe ist die »LEMT«-Condition-Monitoring-Funktionalität: Ein Mikrocontroller mit integrierter Firmware überwacht die Versorgungsspannungen und ermittelt die Gesamtstromaufnahme des Boards. LEMT ist abwärtskompatibel zur »eAPI«-Funktionalität der PICMG, bietet darüber hinaus aber für den Anwender wesentliche Zusatzfunktionen wie Temperaturaufzeichnung (max/min), Betriebsstundenzähler, Grund für Neustart (Spannungsverlust, ordentlicher Systemstart oder Systemabsturz etc.), 128-Bit-Sicherheitsschlüssel, Speicherbereich für Fertigungsdaten, Speicherbereich für Kundendaten oder Ermittlung der Stromaufnahme.

Mit einer MTBF von 172.356 Stunden und der Auslegung für den erweiterten Temperaturbereich von -40°C bis +85°C ist die Baugruppe auch für Kunden im Bereich Transport- und Verkehrstechnik eine interessante Alternative. Das Board benötigt nur eine Versorgungsspannung von +5V DC. Alle weiteren Spannungen werden auf der Baugruppe generiert.

Halle 1, Stand 542