Steigende Nachfrage nach CoM-Produkten MSC: Design-Know-how konzentriert

Wolfgang Eisenbarth, MSC: »Ich erwarte unter anderem durch die Erweiterung der Qseven-Spezifikation Version 1.20 auf RISC-Prozessorarchitekturen ein deutliches Marktwachstum in den nächsten Jahren.«
Wolfgang Eisenbarth, MSC: »Ich erwarte unter anderem durch die Erweiterung der Qseven-Spezifikation Version 1.20 auf RISC-Prozessorarchitekturen ein deutliches Marktwachstum in den nächsten Jahren.«

Die MSC Vertriebs GmbH hat ihr Design Center für Embedded-Computer-Technologien in Neufahrn bei München ausgebaut. Die Ziele und Strategien erklärt Wolfgang Eisenbarth, Leiter Marketing Embedded Computer Technology, MSC Vertriebs GmbH.

Markt&Technik: Warum haben Sie Ihr Design Center in Neufahrn erweitert?

Wolfgang Eisenbarth: Der Umsatzanteil mit Embedded-Modulen in unterschiedlichen Formfaktoren und skalierbaren Prozessortechnologien wird auch für uns immer wichtiger. Wir wollen der steigenden Nachfrage nach Computer-on-Module-Produkten in klassischen Anwendungen gerecht werden und zusätzlich ein Wachstum in neuen Märkten realisieren, die bislang noch nicht abgedeckt wurden.

Wo liegen die Vorteile für Ihre Kunden?

Die Konzentration der Entwicklungskompetenz spiegelt die Strategie unseres Unternehmens, komplette Lösungen anzubieten, die nicht nur leistungsfähige Embedded-Module einschließen, sondern darüber hinaus anwendungsoptimierte Baseboards, die Anbindung unterschiedlicher Displays und die entsprechende Softwareunterstützung für BIOS und Board Support Packages. Damit können wir uns einen wichtigen Wettbewerbsvorteil hin zu gesamtheitlichen Lösungen schaffen und die Erwartungshaltung unserer Kunden nach umfangreicher Systemberatung und zuverlässiger Projektrealisierung noch besser erfüllen.

Welche neuen Anwendungen für Embedded-Module sehen Sie?

Ich erwarte unter anderem durch die Erweiterung der Qseven-Spezifikation Version 1.20 auf RISC-Prozessorarchitekturen ein deutliches Marktwachstum in den nächsten Jahren. Deshalb stellen wir auf der embedded world mit dem MSC Q7-NT2 unser erstes auf einem ARM-Prozessor basierendes Qseven-Modul vor. Der onboard Ultra-Low-Power 3D-Grafikcontroller GeForce OpenGL ES 2.0 des Grafikspezialisten Nvidia bietet eine Full-HD-Auflösung und erlaubt das Abspielen von HD-Videos, Internet TV und schnelles Gaming in Visualisierungsanwendungen, für Bildaufbereitungsaufgaben und zur Realisierung anspruchsvoller Digital-Signage-, Multimedia-, Entertainment- und Internet-TV-Systeme.

Welches Betriebssystem setzen Sie ein?

Das Qseven-ARM-Modul wird von Linux und dem Betriebssystem Microsoft Windows CE bzw. Windows 7 Compact unterstützt. Zukünftig wird es jedoch weitere Alternativen geben, weil Microsoft erst kürzlich auf der CES in Las Vegas bekannt gegeben hat, dass die nächste Windows-Version 8 neben Intels x86-Prozessoren auch die ARM-Architektur unterstützen wird.

Was gibt es Neues bei COM-Express-Modulen?

Unsere gerade vorgestellte kompakte COM-Express-Modulfamilie MSC CXB-6S bietet einen Performancesprung bei Rechenleistung, Grafik und Video. Die Baugruppen im Basic-Format von 125 x 95 mm basieren auf Intels Core-Prozessoren der zweiten Generation, i3, i5 und i7, mit zwei oder vier Rechenkernen. Das erste Produkt ist mit dem Intel Core i7-2715QE - einem Quad-Core - bestückt, der mit 2,1 GHz getaktet wird und einen 6 MByte großen L2-Cache integriert hat.

MSC Vertriebs GmbH, Halle 9, Stand 463