Web-basierte Visualisierung verteilter Anlagen Modbus-Datenpunkte per Cloud beobachten

Eine Systemlösung mit SSV/ECC-Cloud-Service ermöglicht die Web-basierte Visualisierung verteilter Anlagen und Infrastruktursysteme.
Eine Systemlösung mit SSV/ECC-Cloud-Service ermöglicht die Web-basierte Visualisierung verteilter Anlagen und Infrastruktursysteme.

SSV Software Systems bietet mit »SSV/ECC-Cloud-Service« eine komplett Cloud-basierte und voll funktionsfähige Visualisierungslösung an. Diese besteht - neben dem eigentlichen Cloud Service - aus verschiedenen Modbus-I/O-Baugruppen bzw. einer Modbus-basierten SPS und einem Remote Access Gateway. Sowohl Modbus-RTU als auch Modbus-TCP werden unterstützt.

Unter einem Cloud-Service versteht man einen speziellen Dienst im Internet, der mit Hilfe des Cloud-Computing realisiert wird. Der Begriff Cloud basiert im Übrigen auf dem Sachverhalt, dass das Internet in Grafiken und Abbildungen stets als (Netzwerk-)Wolke dargestellt wird. Cloud-Service bedeutet demzufolge, dass ein wie auch immer gearteter Service irgendwo in der (Internet-)Wolke zur Verfügung steht.

Das einem Cloud-Service zu Grunde liegende Cloud-Computing kann man sich als Modell dreier übereinander liegender Schichten vorstellen, auf die jeweils einzeln per Internet zugegriffen werden kann. Die unterste Ebene bildet die »Infrastructure as a Service« (IaaS), im Allgemeinen eine virtuelle Rechenzentrums- oder Server-Infrastruktur. Direkt darüber findet man die »Platform as a Service« (PaaS). In dieser Schicht wird eine Laufzeitumgebung (Computing Platform) mit Betriebssystem, Web-Server, Bibliotheken (Library Support), speziellen Sprachinterpretern, Datenbank usw. zur Verfügung gestellt, um selbst entwickelte Anwendungen ablaufen zu lassen. »Software as a Service« (SaaS) bildet die oberste Ebene. Hier sind die bereits angesprochenen Web-Anwendungen zu finden. Sie laufen in der PaaS-Ebene und bieten eine per Internet erreichbare Serviceschnittstelle, über die die jeweiligen Dienste in Anspruch genommen werden können. Die SaaS-Schicht ist für den Zugriff durch Anwender oder dezentrale Subsysteme gedacht - im ersten Fall handelt es sich um manuelle, im zweiten Fall um automatische Zugriffe.

Im praktischen Einsatz, wie im Fall der Modbus-RTU, werden die Modbus-Datenquellen per Zweidraht-Bus mit dem Gateway verbunden. Für Modbus-TCP kommt eine Gateway-Variante mit internem Ethernet-LAN-Switch zum Einsatz, sodass mehrere I/O-Baugruppen einfach und direkt mit dem Remote Access Gateway gekoppelt werden können. Jedem Gateway sind werkseitig bereits ein konfigurierbarer SSV/ECC-Cloud-Service, ausreichend Speicherplatz und einige vorbereitete Web-Seiten für die Visualisierung der aufgenommenen Daten per PC bzw. Smartphone zugeordnet. Die Anpassung des Cloud Services und der Web-Seiten an die jeweilige Anlage erfolgt einfach im Zuge der Inbetriebnahme. Um die komplette Lösung zu nutzen, muss der Anwender lediglich eine Excel-Datei in das Gateway importieren. Das Ergebnis: sofortiger Zugriff auf die Anlage und eine hochperformante und ortsunabhängige Datenvisualisierung. Das bedeutet vollen Überblick, auch per Smartphone, und das in Echtzeit.

Eine typische Anwendung ist die Web-Visualisierung verteilter Energiemessgeräte innerhalb einer Produktionsanlage. Die Messgeräte werden vom Remote Access Gateway periodisch per Modbus abgefragt, deren Daten zusammengefasst und an den Cloud Service im Internet übergeben. Dort entstehen minutengenaue Auswertungen verschiedener Standorte, die über den Web-Browser eines PCs oder Smartphones von jedem beliebigen Ort aus betrachtet werden können. So lassen sich im Handumdrehen Kennzahlen erzeugen, die Aufschluss über die Energieeffizienz einer Anlage oder eines Prozesses geben.

Diese Lösung funktioniert natürlich auch im Bereich der Anlagenverfügbarkeit und Infrastruktursystemüberwachung. Über die Modbus-I/Os werden Betriebs- und Zustandsdaten kritischer Datenpunkte erfasst. Über das Remote Access Gateway und den nachgeschalteten SSV/ECC-Cloud-Service werden diese aufbereitet und für die Web-Visualisierung zur Verfügung gestellt. Natürlich lassen sich sämtliche Web-Inhalte durch Cloud-Service-Schnittstellen auch in Leitwarten und SCADA-Systeme integrieren.

Der Anwender verfügt somit über ein vollwertiges Human-Machine-Interface. Ganz egal, ob er dieses vom Kontrollraum oder einem Web-fähigen Mobiltelefon aus nutzt, egal ob per Smartphone, Web-Pad, Windows- oder Linux-PC: Er ist immer zu 100 Prozent informiert.