Abschreibungen schlagen durch Microsoft macht Verluste

Das Internet-Geschäft hat Microsoft seinen ersten Quartalsverlust seit dem Börsengang 1986 beschert: Im vierten Geschäftsquartal gab es ein Minus von 492 Mio. Dollar - im Vorjahresquartal lag der Gewinn noch bei 5,87 Mrd. Dollar.

Ursache für die roten Zahlen war eine Abschreibung über 6,2 Mrd. Dollar auf die Online-Werbefirma Aquantive. Microsoft hatte das Unternehmen 2007 für 6,3 Mrd. Dollar übernommen als Reaktion auf Googles Kauf von DoubleClick - man wollte das Werbegeschäft im Netz nicht kampflos überlassen.

Diese Bemühung hatte allerdings kaum Erfolg gehabt, das Online-Geschäft blieb zudem eine Dauerbaustelle, in der Microsoft über die Jahre hinweg viele Milliarden Dollar versenkt hat: In dem nun abgeschlossenen Geschäftsjahr addierte sich das operative Minus des Bereichs mit der Abschreibung auf 8,12 Mrd. Dollar - bereits im Vorjahr hatte der Software-Gigant im Internet 2,66 Mrd. Dollar verloren.

Bereinigt man das vierten Quartal um die Abschreibung und andere Sonderereignisse, so stieg der Gewinn um 12 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 6,93 Mrd. Dollar - mehr als Analysten erwartet hatten.

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