Zwei Drittel der CIOs betroffen IT-Chefs fehlt Zeit für digitale Transformation

Wie die Befragung von 1030 IT-Entscheidern in elf Ländern durch BT ergeben hat, sollen CIOs rund um die Welt die digitale Transformation vorantreiben, allerdings ist es schwierig, überhaupt noch Zeit zu finden, um kreative Lösungen für das Tagesgeschäft zu entwickeln.

Der "BT CIO-Report 2016" belegt auch, dass die CIOs sich bei den wichtigsten Technologie-Trends einig sind: Cloud, Mobility und Collaboration sowie Big Data. Laut dem Report von BT ist bereits ein Fünftel der weltweit untersuchten Unternehmen vollständig Cloud-zentriert (in Deutschland: 17 Prozent). Weitere 46 Prozent beziehen mehr als die Hälfte ihrer Applikationen und ihrer Infrastruktur aus der Cloud; hierzulande liegt dieser Anteil bei 36 Prozent.

Die Kehrseite dieses Trends: Annähernd zwei Drittel (61 Prozent) der IT-Entscheider (in Deutschland: 51 Prozent) haben das Gefühl, der CIO verbringe mehr Zeit damit, die bestehenden IT-Systeme am Laufen zu halten als damit, neue Lösungen zu finden. Das ist zwar ein Rückgang gegenüber 2014, als noch 74 Prozent (weltweit) beziehungsweise 75 Prozent (in Deutschland) diesen Eindruck hatten. Es zeigt aber, dass CIOs ungeachtet ihrer Ambitionen in Sachen digitale Transformation nach wie vor viel mit Altlasten zu tun haben.

In 72 Prozent der Unternehmen, die von der neuen BT-Studie erfasst wurden, sind verschiedene Abteilungen damit beschäftigt, IT-Produkte und -Services zu beschaffen und einzusetzen, ohne die IT-Verantwortlichen einzubeziehen (Deutschland: 54 Prozent). Offenbar finden die IT-Abteilungen immer mehr Gefallen an einer bereichsübergreifenden, geschäftsunterstützenden Rolle. In dieser Funktion konzentrieren sie sich insbesondere auf Datensicherheit, die Bereitstellung einer leistungsfähigen Infrastruktur und darauf, dass es innerhalb des Unternehmens keine Doppelung der Arbeiten gibt. Diese veränderten Verantwortlichkeiten unterliegen der neuen Rolle des digitalen CIO, der über alle Unternehmensbereiche hinweg als "Enabler" fungiert.