Single-Board-Computer EPIC-Express mit Core i7

Intels neueste Prozessorgeneration bringt auch für Embedded-Computing-Anwendungen einige Verbesserungen mit sich. Lippert Embedded Computers nutzt diese Vorteile auch gleich für sein neuestes EPIC-Express-Board »Thunderbird-QM57«.

Schon seit Jahren setzt Intel als größter Hersteller von x86-Prozessoren auf seine so genannte »Tick Tock«-Zeitplan-Strategie zur Einführung neuer CPU-Generationen. Auf den »Tick«, der einen neuen, kleineren Fertigungsprozess einläutet, folgt gewöhnlich im Jahr darauf der »Tock«, der eine neue CPU-Architektur mit sich bringt. Die auf der CES in Las Vegas unlängst offiziell vorgestellte neue x86-Mikroprozessor-Familie der »Core-i«-Serie ist die 32-nm-Version der »Nehalem«-Mikroarchitektur, auch bekannt unter dem Codenamen »Westmere«. Der Nehalem-Kern in 32-nm-Strukturgröße entspricht nach Intels Tick-Tock-Rhythmus einem Tick, also einem kleineren Fertigungsprozess.

Die Verkleinerung des Fertigungsprozesses von 45 nm auf 32 nm bietet dabei entscheidende Vorteile: So gestattet die Platzersparnis im CPU-Die nun die Integration des Speicher-Controllers und des Grafik-Controllers in einem Multi-Chip-Gehäuse und macht damit die sonst übliche »Northbridge« zwischen CPU und »Southbridge« überflüssig. Aus einer 3-Chip-Lösung wird so eine 2-Chip-Lösung, was Notebook- und Embedded-Hersteller begrüßen. Denn neben der Platzersparnis führt die Verkleinerung des Fertigungsprozesses natürlich auch zu einer Verringerung der Verlustleistung (TDP) bei gleicher Taktfrequenz.

Da es nun ja schon seit geraumer Zeit Dual-Core-Prozessoren mit vergleichbarer Leistungsaufnahme gibt, bleibt die Frage, was diese neue Core-i-Serie nun so interessant für den Embedded-PC-Anwender macht. Die Antwort hierauf ist einfach: Spezielle CPU-Typen der Core-i-Serie für den Embedded-Markt können mit ECC-Speicher ausgestattet werden. Dieser Speichertyp, bisher meist in Server-Systemen verwendet, kann im laufenden Betrieb 1-Bit- und 2-Bit-Speicherfehler erkennen und 1-Bit-Speicherfehler korrigieren, ohne dass das System dies bemerkt oder ein Systemabsturz zu verzeichnen wäre. Die Systemzuverlässigkeit im 24/7-Dauerbetrieb (24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche) wird hierdurch sehr positiv beeinflusst. Besonders Anwendungen mit großem Speicherbedarf (bis zu 8 GByte) und Anwendungen im medizinischen Bereich, beim Umgang mit radioaktiven Substanzen, können hiervon profitieren. Folgende Besonderheiten bietet nun die neue Intel-Technologie dem Anwender:

 

  • »Multi Core« für ein sehr gutes Performance/Watt-Verhältnis,
  • »Turbo Boost« für eine verbesserte Leistungsfähigkeit durch dynamische Skalierung der Kern-Frequenzen zwischen CPU und Grafik-Controller,
  • »Hyper Threading« für eine Thread-Level basierende Parallelverarbeitung auf jedem einzelnen CPU-Kern,
  • »Active Management Technology« (AMT 6.0) zur ferngesteuerten Überwachung der Rechnerplattform, unabhängig vom Betriebssystem, der Anwendung, der Festplatten, CPU, etc.,
  • »Trusted Execution« für eine verbesserte Plattformsicherheit,
  • »Virtualization Technology« zur Verarbeitung mehrerer, virtueller Ausführungsumgebungen auf einer einzigen Hardwareplattform.