USB-C-Controller Cypress legt für Typ C nach

Der »CCG2«-Controller ist für 2,4 mm dünne USB-C-Stecker optimiert.
Der »CCG2«-Controller ist für 2,4 mm dünne USB-C-Stecker optimiert.

Vor wenigen Wochen legte Cypress Semiconductor mit dem ersten USB-Typ-C-Controller vor, jetzt bietet das Unternehmen bereits die zweite Bausteingeneration an.

Cypress überrascht mit seiner hohen Schlagzahl und liefert bereits Muster seines äußerst kompakten integrierten USB-C-Kabel-Controllers »EZ-PD CGG2«.»Die Cypress CCG1-Controller haben den Weg für eine schnelle Einführung von USB-C bei führenden Kunden eröffnet, um die besonders anwenderfreundlichen Plug-and-Play-Fähigkeiten, die Unterstützung einer Vielzahl von Protokollen und die hohe Leistung der Spannungsversorgung auf den Markt zu bringen«, erklärt Ajay Srikrishna, Vice President des Produktbereichs USB bei Cypress. »Nun haben wir mit unserem EZ-PD CCG2 USB-C-Controller der zweiten Generation mit einer bisher unerreichten Integration in einer äußerst kompakten Bauform eine optimierte programmierbare Lösung für elektronisch kodierte Kabel und Kabeladapter.«

Der programmierbare Controller ist für 2,4 mm dünne USB-C-Stecker konzipiert und unterstützt alle USB-C-DFP- (Downstream Facing Port) oder UFP-Anwendungen (Upstream Facing Port). Der Controller im 3,3 mm2 Wafer Level Chip Scale Package (WLCSP) lieferbar und ist die erste vollprogrammierbare Lösung, in der sowohl der USB-C-Transceiver als auch die für die USB-C-Kommunikation erforderlichen Abschlusswiderstände integriert sind.

Der CCG2-Controller verfügt über einen On-Die-ESD-Schutz auf Systemebene (8 kV Kontakt, 15 kV Überschlag). Dadurch werden für diesen Schutz keine externen Bauteile benötigt. Das reduziert den Platzbedarf und die Anzahl der Bauteile. Der Controller hat einen ARM-Cortex-M0-Core und 32 KByte Flash-Speicher für eine hohe Flexibilität, da die Firmware während der Produktenwicklung, in der Produktion und auch im Einsatz aktualisiert werden kann. Dieses Feature ist besonders hilfreich bei künftigen Änderungen der USB-Schnittstellenspezifikation, die sich einfach durch eine Firmware-Änderung berücksichtigen lassen.

Der USB-C-Standard breitet sich rasch bei PC-Herstellern aus, denn er ermöglicht kompakte Geräte, anwenderfreundliche Steckverbinder und Kabel, unterstützt zahlreiche Protokolle und liefert bis zu 100 W Leistung, was eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Standard mit 7,5 W darstellt. Der Typ-C-Standard benötigt jedoch ein elektronisch kodiertes Kabel (EMCA), das seine Eigenschaften, z.B. den maximal möglichen Strom, die unterstützten Protokolle und die Hersteller-ID, melden kann. Für die Implementierung des EMCA kann ein Standard-Mikrocontroller verwendet werden. Eine solche Lösung ist jedoch komplex, denn sie erfordert meist mehrere externe ICs und passive Bauteile. Die CCG2-USB-C-Controller lösen dieses Problem mit ihrer hohen Integration, die höchstens noch fünf externe Bauteile benötigt. Dadurch eignen sie sich für passive und aktive EMCA-Kabel sowie Kabeladapter, mit denen die Anwender an einen USB-C-Port ältere Geräte mit Legacy-Schnittstellen, z.B. DisplayPort oder HDMI, anschließen können.

Die USB-C Port-Controller-Familie »CYPD21XX CCG2« ist jetzt als Muster erhältlich und wird im Juni für die Produktion verfügbar. CCG2 wird im 20poligen WLCSP- und im 14poligen DFN-Gehäuse geliefert.