Flexibel erweiterbar CompactPCI-PlusIO-CPU-Karte

EKF Elektronik bietet mit »PC2-Limbo« eine Prozessorkarte entsprechend dem CompactPCI-PlusIO-Standard an.
EKF Elektronik bietet mit »PC2-Limbo« eine Prozessorkarte entsprechend dem CompactPCI-PlusIO-Standard an.

Bestückt mit einem Prozessor der Intel-Atom-E6xx-Serie, zeichnet sich die CompactPCI-Zentraleinheit »PC2-Limbo« von EKF Elektronik durch einen geringen Stromverbrauch und sehr gut Aufrüstmöglichkeiten aus.

CompactPCI PlusIO (PICMG 2.30) definiert den neuen Standard für die Datenein- und -ausgabe über den CompactPCI-Steckverbinder »J2«. Verschiedene serielle Schnittstellen des PC2-Limbo (PCI Express, SATA, Gigabit Ethernet und USB) stehen dadurch auf der Backplane zur Verfügung, zur Nutzung durch ein so genanntes »Rear I/O Transition Module« oder für CompactPCI-Serial-Kartensteckplätze in einem hybriden System.

CompactPCI Serial (PICMG CPCI-S.0) beschreibt einen vollständig neuen Karten-Standard für modulare Systeme, basierend auf den seriellen Interfaces PCI Express, SATA, Gigabit-Ethernet und USB 2/3. Eine hybride Backplane erlaubt den Parallelbetrieb von CompactPCI-Classic- und CompactPCI-Serial-Karten in einem gemeinsamen Einschub, mit dem PC2-Limbo in der Mitte der Backplane als »System Slot Controller« für beide Segmente.

Der verwendete Intel-Atom-E6xx-Prozessor (»Tunnel Creek«) kombiniert auf einem einzigen Chip die CPU, eine Grafikeinheit und einen Speicher-Controller - damit ist die klassische »South Bridge« überflüssig geworden. Die E6xx-Serie von Intel umfasst Prozessoren mit 0,6 GHz bis 1,6 GHz Taktrate, optional spezifiziert für den industriellen Temperaturbereich von -40°C bis +85°C. Als Ausgabeschnittstelle sind vier PCI-Express-Kanäle vorhanden. Per PCI Express werden auf dem PC2-Limbo die meisten I/O-Funktionen realisiert. Der so genannte Intel PCH (Platform Controller Hub) EG20T bietet Schnittstellen wie USB und SATA. Zusätzlich verfügt das Board über weitere Controller für Gigabit-Ethernet und SATA.

Die 4TE-Frontplatte enthält je zwei Gigabit-Ethernet- und USB-Buchsen. Für den Anschluss an einen Monitor steht ein DVI-Ausgang zur Verfügung; es kann aber auch der klassische VGA-Steckverbinder bestückt werden. PC2-Limbo verfügt über bis zu 2 GByte aufgelötetes RAM, für erhöhte Anforderungen an die Robustheit. Ein CFast-Sockel erlaubt den Einsatz eines SATA-basierenden Flash-Speichermoduls (SSD) als Massenspeicher für das Betriebssystem. Der zusätzliche MicroSD-Kartenhalter eignet sich für industrielle microSDHC-Flash-Karten (Speed Class 6, bis 32 GByte). Unter Beibehaltung der 4TE-Bauhöhe der CPU-Karte ist ein zusätzliches Mezzanine-Speichermodul wie das C42-SATA (1,8 Zoll microSATA Solid State Drive) oder C47-MSATA (Dual mSATA) aufsteckbar.

Der PC2-Limbo kann als Träger für zusätzliche Aufsteckkarten zu einer noch vielseitigeren Baugruppe erweitert werden. Dazu verfügt die CPU-Karte über mehrere lokale Erweiterungssteckverbinder, und es steht eine Reihe von Steckmodulen zur Auswahl, die zahlreiche zusätzlichen I/O- und Massenspeicherfunktionen bieten. Normalerweise wird der PC2-Limbo und die zugehörige »Side Card« als fertig montierte 8TE- oder sogar 12TE-Baugruppe mit gemeinsamer Frontplatte ausgeliefert. Einige Flach-Profil-Mezzanine-Module begnügen sich aber auch mit den 4TE der Träger-CPU.