Für IoT-Geräte im Feld Cloud-Dienst für die Fernüberwachung und -diagnose

Percepio kündigt auf der embedded world mit „DevAlert“ einen Cloud-Dienst für Entwickler von IoT-Produkten an. Der Service liefert zeitnahe Informationen über Firmware-Probleme bei Geräten im Feld und bietet visuelle Diagnose-Informationen für eine schnellere Problembehebung.

»Erhebungen zufolge enthalten Embedded-Software-Applikationen bei ihrem ersten Release typischerweise drei bis fünf unentdeckte Bugs pro tausend Codezeilen«, erklärt Johan Kraft, CEO und Gründer von Percepio. »Percepio DevAlert macht Entwickler unmittelbar bei dem Auftreten auf diese Bugs aufmerksam, denn je früher ein Update zur Verfügung gestellt werden kann, umso weniger Anwender sind betroffen. Die Verkürzung der Reparaturzeit bei Fehlern in der Gerätesoftware, von den ersten Symptomen bis zum Einspielen der Korrektur, resultiert in höherer Produktqualität und zufriedeneren Kunden über die Einsatzdauer des jeweiligen Produkts.«

Percepio DevAlert, das während des Betatests unter der Bezeichnung „Device Firmware Monitor“ lief, ist ein skalierbarer Cloud-Dienst, der mit AWS IoT Core arbeitet und FreeRTOS- und ThreadX-basierte Firmware unterstützt. DevAlert besteht aus drei Komponenten:

  • Classification Engine – Dieser vollständig gemanagte Cloud-Dienst ordnet die Alarmmeldungen in spezielle Problemklassen ein und benachrichtigt die Entwickler, sobald neue Probleme auftauchen. Dies reduziert den Analyseaufwand für die Entwickler und verhindert, dass sie mit Warnmeldungen überschüttet werden, falls ein und derselbe Fehler in vielen Geräten auftritt. Sämtliche Alarme werden in der Datenbank abgespeichert und können von dort wieder abgerufen werden, sei es für Inspektionen oder für Statistiken, die den Entwicklern helfen, Aussagen über den Zustand ihres Bestands an ausgelieferten Geräten zu bekommen.
  • Firmware Agent – Der speichereffiziente Tracing Recorder bildet dank 15-jähriger Erfahrung im RTOS Event Tracing ein solides Fundament. Ein nur 4 KByte großer Pufferspeicher im Gerät kann bis zu 1000 Software-Ereignisse aufnehmen, also vier- bis achtmal mehr als bei vergleichbaren Event Trace Recordern. Für die Entwickler von IoT-Geräten ist dies von Bedeutung, weil so Systeme mit knappen Speicher-Ressourcen hinreichend lange Traces abspeichern können und die Betriebskosten für das Hochladen und Speichern in der Cloud geringgehalten werden.
  • Percepio Tracealyzer – Dieses Trace-Diagnosetool gibt Entwicklern die Möglichkeit zum Sichten gemeldeter Traces einschließlich der Ereignisse, die einem Fehler vorausgingen. Dies kann sowohl mit abstrakten System-Übersichten als auch mit einer Reihe detaillierter Ansichten erfolgen, mit denen Entwickler die Abfolge der Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und auch solche Probleme identifizieren können, die traditionellen Debugging-Werkzeugen verborgen geblieben wären.

Percepio arbeitet eng mit bekannten Halbleiteranbietern zusammen, die im Bereich der IoT-Entwicklung gut aufgestellt sind. Eine ganze Reihe von Partnern hat mit Percepio kooperiert, um Beta-Versionen von DevAlert zu Testzwecken bei ihren Kunden zu installieren. Die Release-Version von DevAlert wird für die Kunden vom 16. März 2020 an über das Distributorennetz von Percepio verfügbar sein. Dabei haben die Kunden abhängig von der Menge an Alarmmeldungen und der Zahl der benötigten Tracealyzer-Lizenzen die Wahl zwischen drei Lizenzstufen. Auf Anfrage sind auch Evaluierungs-Lizenzen verfügbar.

Percepio, Halle 4, Stand 305