Neue SoC-Designs AMD weiter eingebettet

Der BC50F von MEN eignet sich für anspruchsvolle Real-Time-Ethernet-Anwendungen in der Industrie.

AMD hat im Embedded-Segment im Jahr 2014 um mehr als 20 Prozent zugelegt und will auch weiterhin in dieses Segment investieren.

Die neuesten OEM- und ODM- Launches mit AMD Embedded G-Series-SoCs reichen von Modulen bis hin zu dedizierten Systemen für die Bahntechnik und zeigen so die Akzeptanz der Kunden.

2015 haben über 70 ODMs und OEMs neue Produkte mit Embedded-Technologie von AMD vorgestellt. Schwerpunkte liegen bei den AMD-G-Series-SoCs. Es zeigen sich aber auch vermehrt AMD-R-Series-Designs. Beide Prozessoren sind bekannt für ihre vergleichsweise hohe Grafik-Performance. Interessant ist, dass Kunden aber nicht nur auf die starke Grafik von AMD abzielen; So liegt der Fokus bei NAS-Systemen wie dem von QNAP nicht auf der Grafik, sondern auf Sicherheit, Virtualisierung und leistungsfähiger Netzanbindung. Das neueste QNAP NAS TS-563 ist mit einem AMD-2,0-GHz-SoC-Vierkernprozessor und bis zu 16 GByte RAM ausgestattet.

Mit hardwarebeschleunigter AES-NI-256-Bit-Verschlüsselung, SSD-Cache-Beschleunigung, AMD-V-Virtualisierung und optionaler 10GbE-Konnektivität lassen sich private Clouds für Hochgeschwindigkeitsnetze und anwendungsintensive Umgebungen einrichten.

Board-Level-Produkte kommen von bekannten Branchen-Größen wie Adlink, Advantech, congatec, Fujitsu, GE Intelligent Platforms und Seco. So hat congatec in letzter Zeit beispielsweise drei Formfaktoren mit AMD Technologie gelauncht: Qseven, COM Express und Mini-ITX. Der aktuellste Launch ist das Mini-ITX-Board »conga-IGX«. Den Schwerpunkt bei diesem Launch setzt congatec auf die durchweg industriegerechte Auslegung des Boards und die leistungsfähige, SoC-integrierte Radeon-Grafik. Unterstützt werden hier bis zu zwei unabhängige Displays und eine Auflösung bis 4k (3840 x 2160 Pixel).

Als sehr effizientes Feature hebt congatec zudem die konfigurierbare TDP der Prozessoren hervor, durch die man die Auslegung der Kühlung und Stromversorgung und die Systemkosten als Ganzes applikationsspezifisch optimieren kann.

Hinzu kam noch die Ankündigung, die Laufzeit der Computer-on-Modules mit G-Series-SoCs »Steppe Eagle« auf zehn Jahre zu verlängern, was eine Verfügbarkeit bis 2024 bedeutet. Das gilt für Module wie Qseven, COM Express, XTX sowie ETX. OEMs profitieren durch die erhöhte Langzeitverfügbarkeit von einer gesteigerten Designsicherheit und einem besseren Investitionsschutz. Der Bedarf an Verfügbarkeiten, die länger als sieben Jahre sind, scheint also auch bei der x86-Technologie angekommen zu sein.