Corona-Risikominimierung in den Werken Zollner aktiviert Notfallplan

Johann Weber, Vorstandsvorsitzender der Zollner Elektronik AG: „Die derzeitige Lage ist eine doppelte Herausforderung für uns. Wir fühlen uns unseren Kunden verpflichtet und möchten den Vereinbarungen mit ihnen so gut wie möglich nachkommen. Gleichzeitig haben wir eine Verantwortung für unsere Mitarbeiter."

Angesichts steigender Coronavirus-Ansteckungsgefahr setzt Zollner Elektronik, Europas größter Auftragsfertiger, einen Notfallplan in Kraft.

Nach einem ersten, mittlerweile als unbegründet nachgewiesenen, Corona-Verdachtsfall unter den Mitarbeitern intensiviert die Zollner Elektronik AG ihre Notfallmaßnahmen. Die präventiven Bestandteile des Notfallplans betreffen besonders das Hauptwerk Zandt. Das dortige Werksgelände wird in sieben Zonen aufgeteilt. Mitarbeiter verschiedener Zonen haben nur noch minimal direkte persönliche Berührung miteinander. Diese Vorsichtsmaßnahme, die ab 16.3.2020 umgesetzt wird, soll das Gesundheitsrisiko für die Mitarbeiter in Zandt maximal verringern und gleichzeitig im Ernstfall den Geschäftsbetrieb dort bestmöglich aufrechterhalten.

Johann Weber, Vorstandsvorsitzender von Zollner, sagt: „Die derzeitige Lage ist eine doppelte Herausforderung für uns. Wir fühlen uns unseren Kunden verpflichtet und möchten den Vereinbarungen mit ihnen so gut wie möglich nachkommen. Gleichzeitig haben wir eine Verantwortung für unsere Mitarbeiter. Ihre Gesundheit steht für uns an oberster Stelle. Mit dem Notfallplan und speziell dem Zonenkonzept in Zandt versuchen wir, beides in Einklang zu bringen.“

Erfahrungswerte aus Verdachtsfall in Neukirchen

Das Werk Neukirchen beim Heiligen Blut hatte zum Wochenstart den Betrieb vorsorglich nicht aufgenommen, weil ein Mitarbeiter als Kontakt ersten Grades einer positiv getesteten Person galt. Nachdem eine Liste seiner Kontaktpersonen erstellt und das Werk nach den Vorgaben des zuständigen Gesundheitsamts intensiv gereinigt worden war, konnte der Standort Neukirchen nach drei Tagen wieder die Arbeit aufnehmen. Der Test des Mitarbeiters hat inzwischen ergeben, dass er nicht infiziert ist.

Die präventive Schließung des Werks in Neukirchen hat gezeigt, dass die Notfallpläne von Zollner im Ernstfall greifen. Zollner hat die Erfahrungen aus Neukirchen dazu genutzt, um das Vorgehen bei einem Corona-Fall unter den Mitarbeitern weiter zu optimieren: Sollte es notwendig sein, wird der betreffende nationale oder internationale Standort oder die betroffene Zone im Hauptwerk Zandt für circa zwei Tage geschlossen. So lange dauert es, bis die Intensivreinigung durchgeführt und die Liste der Kontaktpersonen erstellt ist. Diese Kontaktpersonen bleiben ihrem Arbeitsplatz für die Dauer der Inkubationszeit fern und arbeiten soweit möglich im Homeoffice.