Fuji Machine Europe Weltneuheit: Bestücken und Drucken auf einer Plattform

Zwei Prozessschritte, eine Plattform: Fuji ermöglicht als erster Bestückungs- automatenhersteller das Drucken und Bestücken auf einer Plattform. Ein einheitliches Softwarepaket vereinfacht zudem sowohl das Handling für den Bediener als auch das Sammeln und Auswerten der Fertigungsdaten.

Fuji krönt sein 20jähriges Europa Jubiläum mit einer Weltneuheit: erstmals ermöglicht ein Bestückungsmaschinenhersteller das Drucken und Bestücken auf einer einzigen Plattform: Die Druckerserie NXTP basiert auf der modularen Bestückungsplattform NXT von Fuji und lässt sich nahtlos an die NXT „andocken“.

Angefangen vom Design bis hin zur Modularität ist die Druckerserie angelehnt an die NXT. Durch das ausgeklügelte Shuttlesystem kann der Drucker problemlos für Doppelspuranwendungen eingesetzt werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Zwei Prozessschritte auf einer Plattform bedeuten automatisch auch eine höhere Prozesssicherheit, Reproduzierbarkeit und damit einen weiteren Schritt in Richtung „Nullfehlerfertigung“. Ein einheitliches Softwarepaket vereinfacht zudem sowohl das Handling für den Bediener als auch das Sammeln und Auswerten der Fertigungsdaten. Neu ist auch das Inspektionsmodul IH1 zur Überprüfung der gesetzten Bauteile. Zwar ist es kein AOI im klassischen Sinne, erfüllt aber zumindest Teilaufgaben eines AOI: „Es geht an dieser Stelle in der Linie nicht darum, grobe Fehler zu entdecken, sondern die letzten 2 oder 3 ppm herauszuholen“, erklärt Klaus Gross, Senior Sales Manager von Fuji Europe. Der Inspektionskopf kontrolliert im Wesentlichen, ob die Bauteile richtig gesetzt sind, spürt aber auch Fremdkörper auf.

„Der Initialgedanke für das modulare Plattformkonzept inklusive Drucken und Inspektion kam ursprünglich aus dem High Volume Segment“, so Gross. Aber das Two-in-One-Prinzip ist laut Gross auch für die Low-Volume-High-Mix-Fertigung in Europa sehr interessant. Denn, so Gross, „gerade in anspruchsvollen Anwendungen, wie der Medizintechnik oder Automotive ist das Streben nach einer Nullfehlerfertigung, also ppm-Raten im einstelligen Bereich enorm. Und dabei unterstützten wir die Kunden, indem sie zwei Prozessschritte auf einer Plattform fahren können.“ Garantiert Fuji eine bestimmte ppm-Rate? Pauschale Garantien unter 10 ppm gibt es nicht, aber, so Gross: „Wir schließen mit den Kunden hier individuelle Garantien über die jeweiligen ppm-Raten ab“, erläutert Gross. „Denn die Welt unter 10 ppm ist sehr kritisch und natürlich an bestimmte Prozessbedingungen geknüpft.“ 
     
Gleichzeitig feiert Fuji Machine Europe auf der productronica sein 20jähriges Europa-Jubiläum: fast auf den Tag genau wagte der japanische Hersteller im November 1991 den Sprung nach Europa. Seit 1992 ist die Europa-Zentrale in Mainz-Kastel. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Standort zu einem starken Partner für die europäische Fertigungsindustrie: „Am Anfang waren wir sehr stark in der Telekommunikation, heute sind wir in allen Branchen vertreten z. B, im Automotive-Segment, der Industrieelekronik, Sensorik, Steuer- und Regelungstechnik, Medizinelektronik und der Gebäudetechnik sowie als Ausrüster der EMS-Industrie.