Prozesskette von der Elektrodenfertigung bis zur Batteriemontage ThyssenKrupp eröffnet Technikum für Li-Ionen-Akkus

ThyssenKrupp System Engineering eröffnet in Pleißa bei Chemnitz ein Technikum zur Erforschung von Fertigungsmethoden für Li-Ionen-Akkus.

ThyssenKrupp System Engineering gehört zum Anlagenbau von ThyssenKrupp. In dem Technikum soll die Herstellung und Montage von Lithium-Ionen-Akkus erforscht werden. Auf einer Fläche von 1.800 m² werden zukünftig schwerpunktmäßig Lösungen für die Bereiche Elektrodenherstellung, Zell- und Batteriemontage sowie Test entwickelt. Hierfür wurden am Standort zunächst 20 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die Produktionstechnik für Lithium-Ionen-Akkus gehört zu den zentralen Forschungs- und Entwicklungsthemen beim Anlagenbau von ThyssenKrupp. So hat das Unternehmen beispielsweise bereits Aufträge von namhaften Automobilherstellern – unter anderem Renault - für automatische Montagelinien zur Herstellung von Lithium-Ionen Zellen / bzw. Modulen erhalten. Außerdem hat ThyssenKrupp System Engineering in Kooperation mit Bosch die Planung und den Aufbau einer Pilotfertigungsanlage in Eisenach zur Erforschung von Materialien und Fertigungsverfahren für künftige Generationen von Lithium-Ionen-Zellen übernommen. Hierfür ist eine spätere Industrialisierung für Schiffsanwendungen vorgesehen.

»Der Markt reagiert aufgrund der erwarteten Entwicklung mit hohem Interesse auf den gewählten analytischen Ansatz. Ein Auszug aus der aktuellen Projektliste zeigt, dass wir mit wichtigen Kunden weltweit Projekte für alle Phasen der Batterieproduktion planen und vorantreiben: Von der Entwicklung der einzelnen Zellkomponente über den Zusammenbau von Zellen bis hin zur Montage von Modulen und Batteriesysteme“, erläutert Bernd Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung von ThyssenKrupp System Engineering.

Das Fraunhofer-Institut IKTS Dresden und die mittelständischen Unternehmen KMS Technology Center GmbH und AWEBA Werkzeugbau GmbH sind hierbei Partner von ThyssenKrupp in einem von der sächsischen Aufbaubank geförderten Projekt. »Die Entwicklung von ThyssenKrupp System Engineering am sächsischen Standort Hohenstein-Ernstthal ist von besonderer Bedeutung. Durch die Ansiedlung von namhaften Firmen aus der Batteriebranche hat sich Sachsen mittlerweile zu einem Schwerpunkt dieser zukunftsweisenden Technologie entwickelt«, so Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich.