Schreiner ProTech RFID-Label mit Nässesensor

Durch die Kombination einer UHF-RFID-on-Metal-Technologie mit einem Nässefühler ist eine automatische Leckortung in Echtzeit möglich, die den Personalaufwand für Dichtigkeitsprüfungen im Automobilbau deutlich reduziert.

In der Automobilproduktion werden Fahrzeuge während der Montage auf Dichtigkeit geprüft – ein Vorgang, der meist manuell und mit hohem Aufwand erfolgt. Schreiner ProTech stellt nun mit ((rfid))-DistaFerr WetDetect eine zeit- und kostensparende Alternative vor.

Moderne Autos zeichnen sich durch einen vielfältigen Elektronikeinsatz aus – von Sicherheits- bis zu Komfort- und Infotainment-Lösungen. Ein unangenehmer Nebeneffekt: Dieser hohen Durchdringung des Fahrzeugs mit Elektroniklösungen sind immer mehr Öffnungen im Fahrzeuginneren geschuldet, durch welche die Kabelstränge für die Anbindung von Sensorik und Elektronik eingeschoben werden.
Für eine hundertprozentige Abdichtung dieser Öffnungen zu sorgen stellt für alle Fahrzeughersteller eine große Herausforderung dar. Um sicherzustellen, dass das Fahrzeug wirklich dicht ist, werden diese nach dem Montageprozess durch eine Hochdruckwaschanlage geschleust und auf Dichtigkeit geprüft. Bislang erfolgt diese Prüfung manuell und mit entsprechend hohem Aufwand.

Schreiner ProTech hat mit dem ((rfid))-DistaFerr WetDetect nun ein Label entwickelt, das eine UHF-RFID-on-Metal-Technologie mit einem Nässefühler kombiniert. Dieses Label wird nun während der Montage an den neuralgischen Stellen aufgebracht, an welchen ein Nässeintritt eventuell stattfinden könnte. Kommt es zum Wassereintritt, reagiert der Nässefühler bereits auf geringe Mengen Flüssigkeit in Echtzeit. Durch das RFID-Label lässt sich der Zustand der kritischen Stellen sofort nach dem Durchlaufen der Waschstraße automatisch erfassen.

Durch die individuelle Programmierung und Zuordnung der Labels zu einer bestimmten Stelle im Fahrzeug weiß der Prüfer sofort, wo Flüssigkeit in den Innenraum des Fahrzeugs eingetreten ist. Durch diese automatische Leckortung in Echtzeit reduziert sich der Personalaufwand gegenüber den bisher eingesetzten Methoden deutlich.

Durch die Kombination von RFID und Sensorik in einer flachen, leicht zu applizierenden und kostengünstigen Bauform eröffnet sich eine neue Dimension der Informationsgewinnung: Zusätzlich zu allen bisher genutzten Informationen kann nun auch noch der Zustand eines Objekts erfasst und ausgelesen werden. In vielen Industriezweigen eröffnet das eine völlig neue Qualität in der Prozesssteuerung.