Pilotprojekt bei VW Produktion locker vom 3D-Hocker

Der Hocker, der aus dem Drucker kommt: Volkswagen Nutzfahrzeuge testet am Standort Hannover spezielle 3D-Drucker zur Fertigung von Serienteilen und Prototypen. In einem Pilotprojekt werden mit diesem Verfahren erstmals ergonomische Hocker für Mitarbeiter in der Fahrzeug-Fertigung hergestellt.

Diese stabilen Sitzhilfen führen nach Ansicht von VW zu einer physischen Entlastung der Beschäftigten während der Fahrzeug-Montage. Die ersten 24 Hocker sind bereits in der Praxis-Erprobung. 

Der Industrie-Hocker, der in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut entwickelt wurde, ist 2650 Gramm leicht, dennoch durch Verwendung von Carbon und harten Kunststoffen extrem stabil. Mit der neuen „SLS Fertigungsanlage“ im Vorrichtungsbau hat bei Volkswagen Nutzfahrzeuge zugleich eine neue Epoche in der Fertigung von Serienteilen und Prototypen aus Polymerwerkstoffen begonnen: Statt Kleinteile zu fräsen, können sie nun wesentlich kostengünstiger im 3D-Verfahren hergestellt werden.

Werkleiter Udo Hitzmann: „Bei Volkswagen Nutzfahrzeuge nimmt das Thema Ergonomie seit geraumer Zeit eine wichtige Rolle ein. Der neue Hocker ist eines von vielen Projekten, die wir in den vergangenen Jahren in unserer Produktion im Werk Hannover umgesetzt haben. Damit unterstützen wir nachhaltig Wohlbefinden und Gesundheit unserer Mitarbeiter am Arbeitsplatz, verbessern Arbeitsbedingungen. Zugleich sorgt ein ergonomisch gestaltetes Arbeitsumfeld für mehr Effizienz und noch bessere Qualität.“ Denn der neue Hocker aus dem 3D-Drucker sorgt für eine verbesserte Körperhaltung. Uwe Hüter, Leiter Ergo-Team bei Volkswagen Nutzfahrzeuge: „Bei vielen Tätigkeiten in der Fertigung ermöglicht der höhenverstellbare und drehbare Hocker, in einer ergonomisch günstigen Position zu sitzen – selbst bei kurzen Montage Intervallen.“