Probate Technologien setzen sich durch Pills Vakuum-Ätz-Technik ist mittlerweile Industrie-Standard

Vakuum-Ätz Anlage von Pill

Als der Anlagenbauer Pill vor etwa 15 Jahren die Vakuum-Ätz-Technologie im Nassprozess vorstellte, war das eine kleine Revolution in der Leiterplattenfertigung. Heute – 15 Jahre später – ist diese Technologie zum Standard in der Leiterplattenfertigung geworden.

Das Team der Pill GmbH aus Auenwald hat sich von Beginn an auf die Verfeinerung und Weiterentwicklung des von ihm eingeführten Prozesses konzentriert. Dazu trägt auch die geringe Fluktuation bei den Mitarbeitern bei. Der Anlagenbauer aus Süddeutschland ist weltweit in der Elektronikindustrie vertreten. Besonders stark ist er auf den deutschsprachigen Märkten, doch ist Gesamt-Europa im Fokus. Einen stabilen Markt, den Pill laut Geschäftsführer Dietmar Seifert seit vielen Jahren ebenfalls bedient, ist der russische: gute, völlig problemlose Geschäftspartnerschaften, trotz der dort regionalen Krisensituation, prägen die Beziehungen.

Durch interaktiven Austausch mit den Kunden konnte das Vakuum-Modul stetig den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden. So gibt es laut Seifert beispielsweise kaum eine andere Anlage auf dem Markt, in der Leiterplatten von der Folienstärke 50 µm bis hin zur Plattenstärke von 5 mm bearbeitet werden können – ohne Umrüstung und Zeitverlust.

Die Anlagentechnologie hat Pill weiterentwickelt und optimiert, um die Aufgaben noch präziser zu erledigen, und um die Flexibilität bei der Nutzung zu erhöhen. Viele Systeme, zum Beispiel auf dem asiatischen Markt, haben diese flexiblen Optionen nicht. Neben dem Transportsystem wurden auch die Düsen weiterentwickelt. Winkel und Abstände wurden optimiert, um die Verteilung der Ätzflüssigkeit zu verbessern. Dadurch konnte erreicht werden, dass die Ätzkanten noch präziser wurden. Auch werden heute verschiedene Gehäuse in PP-und PVC-Ausführungen ausgeliefert.

Doch die Anforderungen des Marktes wachsen. Dem stellen sich die Entwickler des Pill-Teams und lassen die Fähigkeiten ihrer Anlagen mit der Technikentwicklung mitwachsen – und schauen ihr auch voraus. Außer mechanischen Verbesserungen an den Anlagen arbeiten die Entwickler auch mit unterschiedlichen Chemikalien. Ihr System ist sowohl für saure als auch alkalische Prozesse geeignet. Großer Wert wurde von Anfang an darauf gelegt, dass die Anlagen geschlossene Systeme sind, bei denen die verwendete Chemie im Kreislauf der Fertigung bleibt und nichts davon nach außen gelangen kann – ein Umweltaspekt von vielen, der die Entwicklung immer begleitet hat. Durch den Einsatz unterschiedlicher Chemikalien kann optimal auf kundenspezifische Materialien eingegangen werden, die in den Anlagen bearbeitet werden sollen. Alkalische Ätz-Flüssigkeiten werden bei der Bearbeitung metallischer Materialien verwendet, und die sauren sind bei Fotoresist-Leiterplatten die Regel. Das Entwicklungs-Team bleibt am Thema der Nassprozesse konsequent dran, um immer auf dem aktuellsten Stand der Technik zu bleiben.

Die Firma aus Auenwald hat Standards gesetzt, die beachtet und angewendet werden. Inzwischen gibt es zwar Mitbewerber, aber besorgt um die eigene Stellung ist Pill deswegen nicht. Schließlich ist langjährige Erfahrung nicht zu ersetzen.