Auf Wachstumskurs Organische und gedruckte Elektronik: »From Lab to Fab«

"Die Investitionen der letzten Jahre zahlen sich jetzt aus", freut sich Wolfgang Mildner, Vorsitzender des Branchenverbandes OE-A.

Die Branche der organischen und gedruckten Elektronik steuert auf Wachstumskurs. Zahlreiche Unternehmen konnten ihre Laborergebnisse mittlerweile in die Produktion übertragen, wie der Branchenverband OE-A erklärt. Vor allem der Einsatz von massenproduktionstauglichen Verfahren, wie der Drucktechnik, eröffnet neue Märkte für dünne, leichte und flexible Elektronik.

»Die Investitionen der letzten Jahre haben sich ausgezahlt«, freut sich Wolfgang Mildner, Vorsitzender des Branchenverbandes OE-A und Geschäftsführer von PolyIC. Inzwischen ist die organische und gedruckte Elektronik dem Prototypen-Stadium  entwachsen. So profitieren z.B. die Bereiche organische Solarzellen oder Beleuchtung vom Trend hin zur 'Green Technology' und wecken großes Interesse bei End-Anwendern. Auch in weiteren Bereichen, wie bei gedruckten Batterien, Displays, Sensoren oder elektronischen Speicherelementen wird bereits produziert und die Zukunftsaussichten sind laut Mildner viel versprechend. »Das sind wichtige Meilensteine für die Branche, aber intensive Forschung und Entwicklung bleibt weiterhin notwendig«, so Mildner.

OE-A Fallstudien belegen den Erfolg der Branche

Eine Reihe von Unternehmen haben sich inzwischen in allen Teilen der Wertschöpfungskette der organischen und gedruckten Elektronik von Material, über Anlagen bis hin zu Anwendungen etabliert. Das belegt eine Sammlung von über 20 Fallstudien, die die OE-A vor kurzem der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Diese Fallstudien zeigen aktuelle Beispiele für Produkteinführungen. Die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte stützt sich dabei auf ein breites Angebot an Zulieferern und Materialherstellern. Die großen Fortschritte bei der Materialentwicklung und den Herstellungsprozessen ermöglichen dabei eine Vielzahl von Anwendungen, wie selbstleuchtende Verpackungen, flexible Displays und Solarzellen, gedruckte RFID-tags oder stylisch-illuminierte Barhocker, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ideen gefragt: Uni-Wettbewerb für neue Prototypen
Wolfgang Mildner sieht einen Grund im wachsenden Branchen-Erfolg auch in den impulsgebenden Ideen der Entwickler: »Die Bedingungen zur Entwicklung neuer Anwendungen waren nie besser. Materialen und Produktionsvorgänge haben große Fortschritte gemacht. Daher legt die OE-A auch ein besonderes Augenmerk auf Forschung und die Nachwuchs-Förderung. Mit der 'OE-A Competition for Multifunctional Demonstrators based on Organic and Printed Electronics' startet die OE-A einen internationalen Wettbewerb für Universitäts-Teams um die einfallsreichste Anwendung.« Dazu hat die OE-A zusammen mit 15 Partner-Unternehmen eine Toolbox zusammengestellt. Diese enthält über 20 Komponenten und Bauelemente, wie gedruckte Batterien, OLEDs, organische Solarzellen, Druck- und Dehnungs-Sensoren, verschiedene Displays oder elektronische Speicher. Damit können die Studenten ihren Ideen freien Lauf lassen und neue Prototypen gestalten.