Rohstoffe Mongolei und Deutschland wollen Seltene Erdenvorkommen erschließen

Seit gestern gibt es ein Rohstoffabkommen zwischen Deutschland und der Mongolei. Bislang erstreckt sich das zwar nur auf den Abbau von Kohle, langfristig wollen die beiden Länder auch die für die High-Tech-Industrie so wichtigen Seltenen Erdenvorkommen erschließen.

Die Mongolei, eine Halbwüste zwischen China und Russland, gehört zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt. Bislang hält China ein Quasi-Fördermonopol für die Seltenen-Erden-Metalle und hat zudem den Export der begehrten Seltenen Erden limitiert. Die Auswirkungen bekommt die Industrie weltweit zu spüren: Einzelne Seltenen Erden haben sich seither extrem verteuert. Von heute auf morgen wird die Erschließung der Seltenen-Erden-Vorkommen allerdings nicht gehen: Denn allein der Aufbau von Förderunganlagen ist aufwendig und teuer und es dauert mehrere Jahre bis eine solche Mine die erwünschte Ausbeute erzielt. Dennoch ist diese Kooperation ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um zumindest mittel- und langfristig die Abhängigkeit Deutschland und Europas vom Kalkül der Chinesen unabhängig zu machen.   

Die Mongolei begrüßt die Zusammenarbeit mit der Bundesregierung außerordentlich: Denn bislang war das Land sehr stark von den Investitionen Chinas und den Exporten nach China abhängig: China tätigte der Mongolei 48,3 Prozent der Auslandsinvestitionen der letzten 20 Jahre und ebenso gingen 85 Prozent der mongolischen Exporte nach China.

Diese Abhängigkeit will die mongolische Regierung nun sukzessive reduzieren und sucht daher nach Möglichkeiten mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten.