Nach Übernahme durch KSG Marke "Häusermann" verschwindet

Margret Gleiniger, Geschäftsführerin KSG. „Unser Produkt ist und bleibt die Leiterplatte. Da wollen wir wachsen.“

Der österreichische Leiterplattenhersteller Häusermann wurde 2017 von KSG Leiterplatten gekauft. Nun hat KSG das "beste aus zwei Welten" vereint.

Ab 1. November 2018 firmiert als KSG Austria GmbH. Die KSG Leiterplatten GmbH wird zur KSG GmbH. Mit der Umfirmierung will der Leiterplattenhersteller KSG die Fertigung im sächsischen Gornsdorf und niederösterreichischen Gars am Kamp unter einer Marke bündeln und baut beide Werke aus.

KSG Austria GmbH ist eine 100%ige Tochter der KSG GmbH, in Gornsdorf. Im Sommer 2017 hatte die KSG Leiterplatten GmbH alle Anteile der Häusermann GmbH in Gars am Kamp gekauft. Die Ansprechpartner bleiben sowohl für Kunden als auch für Lieferanten gleich. Auch die Unternehmensspitze ist unverändert: Margret Gleiniger leitet als Geschäftsführerin die KSG GmbH. Christoph Jarisch und Rudolf Janesch zeichnen wie bisher als Geschäftsführer der KSG Austria GmbH verantwortlich.

Mit der Übernahme startete in beiden Firmen ein intensiver Konsolidierungsprozess unter dem Motto „Das Beste aus zwei Welten“. Beide Werke bleiben bestehen und sind jetzt unter der Marke KSG vereint. Mit zwei Standorten bietet die KSG mehr Versorgungssicherheit und verfügt über ausreichend Fertigungskapazitäten für Muster und Serien verschiedener Größen. Ein breites Technologiespektrum mit Multilayern, SBU, Starrflex, Semiflex, innovativen Lösungen für Hochfrequenz-, Hochstrom- und Entwärmungsanwendungen, sowie Leiterplatten kombiniert mit Eingabesystemen decken ein breites Portfolio für die Kunden ab.

Starke Marke mit zwei Standorten

Mit 132 Mio. € Umsatz im Geschäftsjahr 2017 und rund 1000 Mitarbeitern, ist KSG damit der zweitgrößte Leiterplattenhersteller in Europa. Die Stärken sind Kundennähe und Schnelligkeit, Kompetenz und Service. Die KSG versteht sich als Technologieführer mit einem eigenen großen Entwicklungsteam und Vorreiter bei HF-Lösungen sowie Hochstrom- und Wärmemanagement.

„Unser Produkt ist und bleibt auch in Zukunft die Leiterplatte: Da sind wir zu Hause, da sind wir kompetent, da wollen wir wachsen“, betont KSG-Chefin Margret Gleiniger. Grundlage für das geplante Umsatzwachstum sind zukunftsgerichtete Investitionen in beiden Werken und die Mitarbeiterentwicklung.

Bis 2020 werden rund 15. Mio. € in Gars am Kamp investiert. Geplant sind der Ausbau der bestehenden Hallen und die Modernisierung des Maschinen- und Anlagenparks. Auch ein Erweiterungsbau ist nicht ausgeschlossen. Seit dem Einstieg von KSG bei Häusermann ist die Anzahl der Mitarbeiter am Standort Gars von 200 auf rund 230 Personen angestiegen.

Im KSG-Werk Gornsdorf ist ein weiterer Technologieausbau geplant. Das Technologiespektrum und die Fertigungskapazitäten für Muster und Serien werden vergrößert. Zudem schaffen Effizienz- und Produktivitätsverbesserungen weitere Fertigungskapazitäten.