Im Fall des No-Deal-Brexit Manufactured Goods am härtesten betroffen

Einschneidendes Erlebnis: Der Brexit könnte vor allem die Medizintechnik-Brnache schwer treffen.
Einschneidendes Erlebnis: Der Brexit könnte vor allem die Medizintechnik-Brnache schwer treffen.

Ein No-Deal-Brexit würde die Branche der „Manufactured Goods“ am härtesten treffen. Das zumindest besagen UK-Analysen von Statista.

Am 24. Mai kündigte Theresa May nach knapp zwei Jahren als britische Premierministerin ihren Rücktritt an. Durch diesen Schritt erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit eines ungeregelten Brexits schlagartig. Den aktuellen politischen Anlässen folgend erweiterte Statista nun alle Branchenreporte des United Kingdom um exklusive Brexit-Analysen.

Vor mittlerweile knapp drei Jahren votierten 52 Prozent aller Wähler für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Damit wurde ein vorläufiger Höhepunkt nach den zähen Neuverhandlungen David Camerons und der EU über die Beziehung der beiden Parteien erreicht. Den Statuten der Europäischen Union zufolge hätte der Brexit zwei Jahre nach dessen offizieller Beantragung m März dieses Jahres vollzogen werden müssen, doch dazu kam es nicht.

Nach insgesamt drei Versuchen, das Austrittsabkommen vom britischen Unterhaus ratifizieren zu lassen, gescheiterten Verhandlungen mit der Labour-Partei und Meinungsverschiedenheiten innerhalb ihrer Partei, kündigte Theresa May ihren Rücktritt als Premierministerin und Vorsitzende der Konservativen Partei an. Damit steigt das Risiko eines ungeordneten Brexits deutlich: Als Nachfolgekandidaten werden viele Befürworter eines No-Deal-Brexits gehandelt, unter anderem der ehemalige Außenminister Boris Johnson, der als Favorit gesehen wird.

Ein ungeordneter Austritt des United Kingdom hätte weitreichende wirtschaftliche Folgen auf der Insel. Analysen von Statista zeigen auf, dass der Sektor der „Manufactured Goods“ durch einen chaotischen Brexit am stärksten getroffen werden würde: Der Bruttowert der Branche würde sich über die nächsten 15 Jahre um zwölf Prozent verringern. Die Branche „Agriculture & Foods“ würde einen elfprozentigen Verlust erfahren, „Financial Services“ neun Prozentpunkte verlieren und „Services“ um acht Prozent zurückgehen. Weiterhin würden in einem No-Deal-Szenario die höchsten Zölle voraussichtlich auf „Agriculture & Foods“ erhoben – knapp 20 Prozent werden erwartet.
 
Die UK Branchenreporte von Statista

Diese und weitere Informationen zum Brexit wurden nun in die Branchenreporte für das United Kingdom integriert. Die insgesamt 42 Branchenreporte, unter anderem zur Telekommunikations-, Versicherungs- oder Tourismusbranche, stellen eine hochwertige Aufbereitung aller branchenrelevanten Daten & Prognosen inklusive Kennzahlen aus den Bereichen Finanzen, Unternehmen, Mitarbeiter sowie R&D dar. Abgesehen von den über 40 zur Verfügung stehenden KPIs enthalten die Reporte ebenso Instrumente der strategischen Planung wie zum Beispiel SWOT-Analysen.