Auch ohne Patent LPKF baut LDS-Geschäft in China weiter aus

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Im Streit um das LDS-Patent für die Herstellung von 3D MID Bauteilen in China hat das Oberste Chinesische Volksgericht den Antrag von LPKF auf Wiederaufnahme des Patentverfahrens abgelehnt. Den Erfolg von LPKF in China sollte das aber nicht schmälern.

Das LDS-Patent bleibt zwar in China ungültig, außerhalb Chinas gilt es allerdings weiterhin in allen wichtigen Märkten. »Wir werden unser LDS-Geschäft in China auch ohne Patent weiter ausbauen. Ausschlaggebend ist die höhere Qualität und Wirtschaftlichkeit unserer Systeme im Produktionsprozess«, sagt der Vorstandsvorsitzende von LPKF, Dr. Ingo Bretthauer.

Das bestätigt zum Beispiel die Firma Ethertronics, ein großer amerikanischer Hersteller von elektronischen Bauteilen mit Produktionsstandorten in Korea und China, der sich kürzlich von LPKF das Gütesiegel des »Authorized LDS Manufacturer« eingeholt hat. Dieses Siegel erhalten nur Kunden, die nachweislich ausschließlich nach dem von LPKF patentierten LDS-Verfahren produzieren – auch in China.

Zudem hat LPKF aktuell einen Auftrag für Systeme zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) mit einem Volumen von 2,5 Mio. EUR von einem chinesischen Elektronikproduzenten erhalten. Das ist der erste Teil eines erwarteten Großauftrags, der im vierten Quartal 2014 vom Kunden überraschend verschoben wurde. »Wir freuen uns, dass dieser Kunde nun doch bestellt und gehen davon aus, dass auch der zweite Teil des Auftrags in den nächsten Monaten folgen wird«, so Bretthauer. Mit den Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung von LPKF können Leiterbahnen direkt auf dreidimensionale Kunststoffteile aufgebracht werden. Das spart Platz und Gewicht und kommt deshalb insbesondere bei der Herstellung von Bauteilen für kleine, mobile Endgeräte wie zum Beispiel Smartphones zum Einsatz.