Plexus in Deutschland Lokaler Support, globales Know-how

Vor fünf Jahren eröffnete der globale EMS-Dienstleister Plexus mit dem Design Center in Darmstadt (DDC) den ersten Standort in Deutschland. Oliver Mihm, Regional President EMEA, und Robert Frodl, Director DACH Customer Development am DDC, zieht Bilanz.

Markt&Technik: Herr Frodl, wenn Sie zurückblicken: Was war die größte Herausforderung, seit Plexus seinen ersten Standort in Deutschland eröffnet hat?

Robert Frodl: Unser Blick auf die letzten fünf Jahre ist sehr positiv. Deutschland ist ein wichtiger Markt für uns, und wir spüren eine wachsende Nachfrage nach EMS-Dienstleistungen in der gesamten DACH-Region. Rückblickend waren und sind wir sehr erfolgreich und konnten Jahr für Jahr eine zweistellige Wachstumsrate beim Umsatz verzeichnen. Darauf sind wir sehr stolz.

Natürlich gab es auch Herausforderungen. Anfangs war es schwierig, Ingenieure und Projektmanager zu finden, die den für uns richtigen Mix an Erfahrung und Fähigkeiten mitbrachten. Von Vorteil war deshalb die Arbeitsweise von Plexus, bei der alle Experten in den weltweit verteilten Design Centers eng zusammenarbeiten und sich zum Beispiel über Best Practice austauschen. Dadurch konnten wir unsere Kunden von Anfang an auf hohem Niveau betreuen, neue Mitarbeiter schulen und ihnen die Prozesse und Werte von Plexus vermitteln.

Plexus ist zwar ein etablierter Global Player, aber in Deutschland kannten uns zunächst nur wenige Unternehmen, und sie wussten nicht genau, welche Dienstleistungen wir bieten. Daran haben wir kontinuierlich gearbeitet. Unser Ziel ist es, unseren Bekanntheitsgrad weiter zu steigern und unser Leistungsportfolio zu profilieren.

Und wie genau wollen Sie dieses Ziel erreichen?

Oliver Mihm: Ich denke, eine Schlüsselrolle spielt für uns klassische Mundpropaganda. Operational und Customer Service Excellence sind für Plexus Grundwerte, auf die wir unsere Marke aufbauen. Unsere Kunden sind daher unsere stärksten Fürsprecher. Wir fragen unsere Kunden regelmäßig nach ihrer Zufriedenheit. Die Antworten darauf sind für uns sehr wertvoll und werden von uns genau ausgewertet, um unser Leistungsangebot weiter zu verbessern.

Darüber hinaus haben wir natürlich noch andere Schritte unternommen: Das reicht von Marketing- und PR-Maßnahmen über Networking bis hin zu Vorträgen auf Veranstaltungen und Konferenzen. Momentan bauen wir unsere Präsenz online und in den Social-Media-Kanälen weiter aus und planen eine neue deutsche Website. Extrem wichtig ist für uns auch der Auftritt von Plexus auf der electronica dieses Jahr. Wir freuen uns darauf, in München neue und bestehende Kontakte zu pflegen und das Plexus-Leistungsportfolio zu präsentieren.

Die DACH-Region ist ein wettbewerbsstarkes Terrain für einen EMS-Dienstleister. Wo sehen Sie hier die größten Chancen?

Oliver Mihm: Es gibt viele Unternehmen, die in der DACH-Region bereits sehr erfolgreich sind und nun ihre Produkte auch auf dem globalen Markt etablieren wollen. Als „lokaler“ EMS-Dienstleister in Deutschland können wir mit diesen Unternehmen zusammenarbeiten und gemeinsam dieses Ziel erreichen. Der deutsche Standort gibt uns hierbei einen besseren Einblick, was unsere Kunden tatsächlich brauchen. Unser globaler Footprint, unsere Supply-Chain-Lösungen und Aftermarket-Services unterstützen Kunden beim weltweiten Vertrieb ihrer Produkte – und das bei niedrigsten Gesamtkosten. Zudem müssen die Produkte oft an die Gegebenheiten des jeweiligen Markts angepasst werden, sei es in sprachlicher oder regulatorischer Hinsicht. Unterstützung kommt hier von Seiten unserer Engineering-Services.