Investorengruppe steigt ein Loewe ist gerettet

Die Loewe-Fertigung in Kronach

Nach langem Überlebenskampf scheint die Traditionsmarke Loewe gerettet: Eine Investorengruppe übernimmt einen Großteil von Loewe. Die Loewe Aktiengesellschaft soll abgewickelt werden.

Noch sind die Angaben allerdings vage: Die Identität der Investorengruppe ließ Loewe vorerst offen. Es sollen aber auch deutsche Familienunternehmer und ehemalige Topmanager der Firmen Apple und Bang & Olufsen dazugehören. Anscheinend soll der TV Konzern künftig mehr in Richtung Multimedia getrimmt werden. Über die Höhe des Kaufpreises haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart.

Die Loewe AG wird nicht weiterexistieren. Sie soll abgewickelt werden. Wie viele Arbeitsplätze der aktuell noch erhaltenen 650 Jobs bestehen bleiben, dazu machte der Konzern keine Angaben.  Weitere Details soll es heute im Laufe des Tages geben, nachdem die Belegschaft informiert worden ist.

Loewe war aufgrund einer zu hohen Kostenstruktur und Absatzproblemen durch die deutliche günstigere Konkurrenz aus Japan und Korea in Bedrängnis geraten und musste 2013 Insolvenz anmelden. Die Fabrik in Kronach war längst nicht mehr ausgelastet. Schon 2012 versuchte Loewe mit dem Einstieg in die Auftragsfertigung von elektronischen Baugruppen ein zusätzliches Standbein zu generieren. Diese Bestrebungen erwiesen sich aber als unzureichend und zu kurzfristig, um den Konzern vor der Insolvenz zu bewahren.