Book-to-Bill-Ratio im zehnten Monat in Folge über eins Leiterplattenmarkt bleibt stabil

 Das Book-to-Bill-Ratio als Indikator für den mittelfristigen Trend kennzeichnet das Verhältnis von monatlichem Auftragseingang zu Umsatz. Ein Book-to-Bill-Ratio von 1,10 entspricht zum Beispiel einem Auftragseingang von 1,10 € bei 1,00 € Umsatz im gleichen Zeitraum.

Der Umsatz der Leiterplattenhersteller in Deutschland lag im April 2010 um 7,6 Prozent unter dem des drei Arbeitstage längeren Monats März, übertraf den Umsatz von April 2009 aber um 45 Prozent, berichtet der ZVEI-Fachverband PCB and Electronic Systems.

Auch der 4-Monats-Wert liegt um 33 Prozent über dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Auftragseingang im April 2010 war um etwa elf Prozent niedriger als im vorangegangenen Monat. Er war jedoch doppelt so hoch wie im April 2009.

Auch kumuliert übertrafen die Bestellungen in den ersten vier Monaten die des Vorjahres um mehr als das Doppelte (+ 110 Prozent). Nach 2000 und 2008 beobachtete der ZVEI-Fachverband PCB and Electronic Systems den dritthöchstne Auftragseingang seit zehn Jahren sowohl für den Monatswert April, als auch für den kumulierten 4-Monatswert. Das Book-to-Bill-Ratio erreichte 1,24 und ist damit im zehnten Monat in Folge deutlich über eins. Auch im langfristigen Vergleich ist der erreichte Wert für April ungewöhnlich hoch. Dies lässt nach Meinung des ZVEI weiterhin ungebrochenes Wachstum des Branchensegments erwarten. Die Mitarbeiterzahl blieb bei den meisten Firmen unverändert. Große Unternehmen stellten wieder Personal ein, so dass nach einer Konsolidierungsphase im Jahr 2009 das Beschäftigungsniveau von April 2009 wieder erreicht ist.