ZVEI Leiterplattenbestellungen gehen deutlich zurück

Der Juni-Umsatz der Leiterplattenhersteller entsprach dem langjährigen Durchschnitt. Jedoch blieb er 1,2 Prozent niedriger als im Mai und 3,6 Prozent niedriger als im gleichen Monat 2011.

Das erste Halbjahr schloss insgesamt um knapp neun Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2011 ab, berichtet der ZVEI-Fachverband PCB and Electronic Systems.

Der Auftragseingang des Berichtsmonats war stark rückläufig. Im Vergleich zum Mai 2012 fehlten im Juni 29 Prozent, zum Juni des Vorjahres 19 Prozent. Dies war das drittschlechteste Ergebnis seit dem Jahr 2000. Lediglich in den Krisenjahren 2009 und 2003 war in den Monaten Juni ein noch niedrigerer Bestelleingang zu verzeichnen. Kumuliert über die ersten sechs Monate blieben die Aufträge sieben Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2011.

Die unsichere Lage der Weltwirtschaft und die ungelösten Probleme der Schuldenkrise in Europa und den USA veranlassen die Kunden, vorsichtiger einzukaufen und sehr kurzfristig zu disponieren. Dennoch verfügen die Leiterplattenhersteller noch über ein relativ hohes Auftragspolster auf Grund langfristiger Dispositionen der Leiterplattenabnehmer in den Jahren 2010 und 2011. Das Book-to-Bill-Ratio erreicht im Juni einen Wert von 0,74. Das 2. Quartal 2012 hatte ein Book-to-Bill-Ratio von 0,88. Die Umsätze im ersten Halbjahr waren zehn Prozent höher als die Bestelleingänge und erreichte damit einen Wert von 0,91.

Die Mitarbeiterzahl im nahm Juni gegenüber dem Vorjahrsmonat um 5,5 Prozent ab. Die Mitte des Jahres beginnende Feriensaison wird wie in jedem Jahr in den folgenden zwei bis drei Monaten durch Ferienaushilfen wieder zu leicht steigenden Mitarbeiterzahlen geführt haben.