Auszeichnung am CERN Kuttig erhält CMS Gold Award 2018

Kleinste, subatomare Teilchen beschleunigen, auf dass sie bei der Kollision messbare Spuren hinterlassen – das ist die ­Aufgabe des „Large Hadron Collider“ am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf. Dort wurde die Firma Kuttig Electronic, vertreten durch ihren GF Michael Kuttig, mit dem CMS Gold Industry Award ausgezeichnet.
Kleinste, subatomare Teilchen beschleunigen, auf dass sie bei der Kollision messbare Spuren hinterlassen – das ist die ­Aufgabe des „Large Hadron Collider“ am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf. Dort wurde die Firma Kuttig Electronic, vertreten durch ihren GF Michael Kuttig, mit dem CMS Gold Industry Award ausgezeichnet.

Kuttig Electronic darf sich über den CMS Gold Industry Award 2018 freuen. CMS steht für Compact Muon Solenoid. Mit dem CMS Gold Award zeichnet die CMS-Kollaboration Industrieunternehmen aus, die herausragende Beiträge zum Aufbau des Experiments geleistet haben.

Unternehmen, die ihre Exzellenz und ihr Engagement unter Beweis gestellt haben und Teile innerhalb der Spezifikationen und termingerecht liefern, werden für diese Auszeichnung in Betracht gezogen.

Prof. Roberto Carlin, Leiter des CMS-Experiments, und Dr. Austin Ball, technischer Koordinator, überreichten den CMS Gold Industry Award im Rahmen des CMS-Kollaborations­treffens an der Forschungseinrichtung CERN, der europäischen Organisation für Kernforschung. Kuttig-Geschäftsführer Michael Kuttig nahm den Preis für die schnelle und fehlerfreie Produktion von 1200 Ersatz-DC/DC-Wandlern für den Pixeldetektor entgegen.

Rückblickend war das Jahr 2018 für CMS das bisher erfolgreichste. Nie zuvor wurden in einem Jahr so viele Proton-Proton-Kollisionen aufgezeichnet, mit einer bisher unerreichten Effizienz von 94 %.

Zuvor waren in den letzten drei Monaten des Betriebszeitraums 2017 etwa 5 % der DC/DC-Wandler für den Pixeldetektor ausgefallen. Die einwandfreie Funktion des Pixeldetektors ist für den CMS-Detektor existenziell, da nur mit ihm die benötigte hochpräzise Vermessung der Teilchenspuren am Kollisionspunkt möglich ist.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Lutz Feld vom 1. Physikalischen Institut B der RWTH Aachen wurde gemeinsam mit Kuttig Electronic nach der Ausfallursache gesucht. Durch die Elektronikfertigung der Baugruppen nach IPC-A-610 Qualitätsklasse 3 wurden turnusgemäß sehr viele Parameter der Fertigung aufgezeichnet und konnten ausgewertet werden. Dadurch konnte ein fertigungsbedingter Fehler ausgeschlossen werden. Inzwischen wurden die Ausfälle auf eine Fehlfunktion in einem verwendeten Chip zurückgeführt. Schließlich erhielt Kuttig den Auftrag für die Neuproduktion aller im CMS-Pixeldetektor verbauten DC/DC-Wandler beauftragt, die das Unternehmen in einem knappen Lieferzeitfenster zur Verfügung stellte. Dadurch konnte der Pixeldetektor mit den neuen DC-DC-Wandlern gestartet und bis Dezember 2018 ohne weitere Ausfälle betrieben werden. »Wir sind stolz, diese Herausforderung gemeistert zu haben, und die Verleihung des CMS Gold Awards ist ein großer Motivator für das gesamte Team«, freut sich Michael Kuttig.